Wildwarngeräte nützen nichts

Die Wildwarngeräte im Seetal bringen laut Abschlussbericht nicht den erhofften Erfolg. Trotzdem werden viele der 1200 Geräte wohl weiter im Einsatz sein.

Drucken
Teilen
Lukas Suter, Sektionspräsident Seetal des Verbandes Revierjagd Luzern, montiert ein Wildwarnsignal. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Lukas Suter, Sektionspräsident Seetal des Verbandes Revierjagd Luzern, montiert ein Wildwarnsignal. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Rund 300 Rehe, fast so viele Füchse, über 100 Dachse und einige Hirsche sterben jedes Jahr auf den Strassen des Kantons Luzern infolge von Wildunfällen. Um diese Zahl zu senken, wurden in den Kantonen Luzern, Zürich, St. Gallen und Aargau ab 2008 neue akustische Wildwarngeräte getestet. Auf den Teststrecken im Seetal wurden 1200 dieser Kästchen montiert. Die Geräte reagieren auf Scheinwerfer und stossen einen hohen Pfeifton aus, der das Wild vor dem herannahenden Fahrzeug warnen soll.

Verringerung bleibt aus

Nun liegt der Abschlussbericht vor – das Resultat ist ernüchternd: Die Geräte haben nicht zu einer generellen Verringerung der Zahl des Fallwildes geführt. «Alles in allem kann man davon ausgehen, dass die Wildwarngeräte etwa die gleiche Wirksamkeit haben wie andere Präventionsmassnahmen», sagt Otto Holzgang, Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei beim Kanton.

Die Seetaler Jäger können nun selbst entscheiden, ob sie die Wildwarngeräte entfernen und wie zuvor mit CDs, verspiegelten Flaschen oder anderen Warnsignalen bewirken wollen, dass weniger Wildtiere überfahren werden.

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonenntIn kostenlos im E-Paper.