WILLISAU: Der Ausbruch wird «detailliert untersucht»

Noch immer fehlt jede Spur von den drei Häftlingen, die am Ostersonntag aus dem Gefängnis Willisau ausgebrochen sind. Die zuständige Dienststelle will den Ausbruch genau untersuchen.

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Das Gefängnis Willisau: Hier sind die Häftlinge ausgebrochen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Gefängnis Willisau: Hier sind die Häftlinge ausgebrochen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Teki Elshani (35), Mitat Cattuzzo (32) und Veton Kastrati (20) sind inzwischen schweizweit zur Verhaftung ausgeschrieben. Zudem wurde das Grenzwachtkorps informiert. Laut den Luzerner Strafuntersuchungsbehörden sind die drei gefährlich und gewalttätig.

Versuchte Tötung, Sachbeschädigung, Raub
Die drei entwichenen Männer stammen laut einer Mitteilung der Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug aus dem Kanton Aargau (2) und Luzern (1). Ein Mann aus dem Kanton Aargau wurde wegen Diebstahl und Sachbeschädigung verurteilt. Der Andere wurde wegen Raufhandel und versuchter Tötung verurteilt.

Der Mann aus dem Kanton Luzern sei bereits mehrfach wegen Raub und Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt worden. Am Gericht ist zudem eine Verhandlung wegen mehrfachem Raub und gewerbsmässigem Diebstahl hängig.

Ausbruch wird genau untersucht
Die Leiterin der Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug, Barbara Ludwig, hat eine Umplatzierung der verbliebenen Insassen verfügt. «Wir nutzen die Umplatzierung auch dazu, die bisherigen Prozesse zu überprüfen», ergänzt Ludwig.

Zudem wird der Vorfall laut Mitteilung detailliert untersucht. Es geht darum zu klären, wie es zu diesem Ausbruch kam. Bisher gab es keine Fluchten aus der Aussenstelle Willisau.

Die Häftlinge hatten am Ostersonntag einen Wärter überwältigt, geknebelt und in eine Zelle gesperrt. Dabei brachen sie ihm drei Rippen. Der Wärter musste vom Rettungsdienst ins Kantonsspital gebracht werden.

bat/rem/ana