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WILLISAU: Generationenprojekt nimmt auch letzte Hürde

Nach der katholischen Kirchgemeinde sagen auch die Stimmbürger Ja zur Überbauung für Kindergärten, Wohnungen und das neue Pfarreiheim. Trotz des deutlichen Resultats waren die Beteiligten sichtlich erleichtert.
Niels Jost
2020 soll hier die neue Überbauung stehen. Im Bild von links die beteiligten Parteien: Evelyne Huber (Kirchenratspräsidentin), Lucas Peter (Lupe AG) und Erna Bieri (Stadtpräsidentin). (Bild: Pius Amrein (Willisau, 21. Januar 2018))

2020 soll hier die neue Überbauung stehen. Im Bild von links die beteiligten Parteien: Evelyne Huber (Kirchenratspräsidentin), Lucas Peter (Lupe AG) und Erna Bieri (Stadtpräsidentin). (Bild: Pius Amrein (Willisau, 21. Januar 2018))

Niels Jost

niels.jost@luzernerzeitung.ch

Die Wichtigkeit des Generationenprojekts «Im Grund» war am Sonntag deutlich zu erkennen. Sämtliche Mitglieder des Willis­auer Stadtrats und des Kirchenrates der katholischen Kirchgemeinde sowie die privaten Investoren waren an der Präsentation des Abstimmungsergebnisses anwesend. Und ihr Kommen wurde belohnt: Kurz nach Mittag verkündete eine sichtlich erleichterte Erna Bieri, dass 74 Prozent der Stimmbürger ein Ja zum Sonderkredit über 18,07 Millionen Franken in die Urne legten. «Damit ist auch das letzte Puzzleteil des Vorprojekts beisammen», sagte die Stadtpräsidentin.

Bekanntlich hatte bereits gut eine Woche zuvor die katholische Kirchgemeinde ihren Teil des Gesamtkredits abgesegnet (Artikel vom 13. Januar). Und auch die privaten Investoren der Lupe AG hatten die Investitionen für die insgesamt 38 Millionen Franken teure Überbauung längst zuge­sichert. Dass so viele verschiedene Parteien am Projekt beteiligt sind, war denn auch eine der grössten Herausforderungen bei der langjährigen Planung.

Beschwerde hätte Projekt fast verhindert

Es war zwar zu erwarten, dass die Stimmbürger den Kredit letztlich annehmen würden, denn bei den Informationsveranstaltungen im Vorfeld waren wenige kritische Stimmen zu hören. Wegen der im Vorfeld eingereichten Abstimmungsbeschwerde von SVP-Ortspräsident Marcel Merz hatten die Beteiligten aber doch etwas gezittert. Merz monierte, dass die Abstimmungsbotschaft zu spät an alle Haushalte verschickt wurde. «Das war ein sehr ärgerlicher Fehler», sagte Erna Bieri am Sonntag einmal mehr. Entsprechend froh sei man gewesen, dass der Regierungsrat die Beschwerde abgelehnt hatte. «Die Regierung hat festgehalten, dass wir seit 2013 laufend über das Projekt informiert haben und die Bevölkerung sehr wohl über das Projekt Bescheid wusste und genügend Zeit hatte, sich eine Meinung zu bilden», so Bieri. Auch Kirchenratspräsidentin Evelyne Huber lobte die Kommunikation. «Wir sind stets als Einheit aufgetreten», sagte sie.

Nun gilt es, den Blick nach vorn zu richten. Mitte Februar soll das Baubewilligungsverfahren eröffnet werden. Gehen keine Einsprachen ein, kann bereits um Ostern mit dem Rückbau des über 60-jährigen Pfarreiheims inklusive Kindergärten und der bestehenden Wohngebäude begonnen werden. Im Sommer soll dann der Aushub für die Tiefgarage folgen. Diese soll dereinst rund 180 Parkplätze beinhalten, verteilt auf zwei unterirdische Stockwerke.

Die Bauzeit für das 38-Millionen-Projekt beträgt rund zwei Jahre. Im Sommer 2020 sollen die Räume bezugsbereit sein. Willisau verfügt dann über neun Kindergartenabteilungen, zwei mehr als heute. «Den zusätzlichen Platz brauchen wir dringend», so Bieri. Das gelte auch für die Tagesstrukturen. Hier rechnet die Stadt langfristig mit einer Zunahme von 20 Prozent, das heisst neu zwischen 130 und 160 Plätze. Weiter wird die Überbauung neuen Wohnraum bieten. Alleine die Lupe AG baut 19 Eigentums­wohnungen. Das «Generationenprojekt» werde also seinem Namen gerecht, sagte ­Lucas Peter, Verwaltungsrats­präsident der Lupe AG. «Jetzt können wir die langjährige Planung endlich in die Wirklichkeit umsetzen.»

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