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WILLISAU: Generationenprojekt nimmt Fahrt auf

Stadt, katholische Kirchgemeinde und Private machen gemeinsame Sache: Sie planen Kindergärten, ein neues Pfarreizentrum und Wohnungen auf einem Areal. Dafür werden 38 Millionen Franken investiert.
Ernesto Piazza
Blick in den Hof des Willisauer Bauprojekts «Im Grund»: Hier treffen sich bald Kindergärtler, Pfarreiangestellte und Bewohner. (Bild: Visualisierung: PD)

Blick in den Hof des Willisauer Bauprojekts «Im Grund»: Hier treffen sich bald Kindergärtler, Pfarreiangestellte und Bewohner. (Bild: Visualisierung: PD)

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Willisau braucht für den Kindergarten und die Tagesstrukturen zusätzliche Räume. Das war vor rund drei Jahren der eigentliche Stein des Anstosses für das Generationenprojekt «Im Grund». Geplant ist eine neue Überbauung, welche in Richtung Hergiswil – nur unweit vom Willisauer Obertor entfernt – entstehen soll. Sie beinhaltet im Wesentlichen sechs Kindergartenabteilungen, Tagesstrukturen, ein Pfarreizentrum sowie gesamthaft rund 40 Wohnungen. Das Bauvorhaben umfasst zirka 6000 Quadratmeter. Das finanzielle Bauvolumen beträgt 38 Millionen Franken.

Am Generationenprojekt ist neben der Stadt und der Katholischen Kirchgemeinde Willisau auch die Lupe AG beteiligt. Sie wurde von zwei privaten Eigentümern gegründet, um dazu noch zwei Wohnhäuser mit insgesamt 19 Eigentumswohnungen zu erstellen. Geplant sind gemäss Lucas Peter, Verwaltungsratspräsident der Lupe AG, 2?-, 3?- und 4?-Zimmer-Einheiten. Er rechnet mit Investitionen von rund acht Millionen Franken. Drei private Liegenschaften und das heutige, über 60-jährige Pfarreiheim weichen dieser Überbauung. Zudem ist eine Tiefgarage mit zirka 180 Plätzen vorgesehen. 78 werden von der Stadt, 82 von der katholischen Kirchgemeinde und der Rest von der Lupe AG gebaut.

Das aus einem öffentlichen Wettbewerbsverfahren hervorgegangene Siegerprojekt heisst ­«Vicinia» – was so viel bedeutet wie «Nachbarschaft». Es stammt von Leismann AG, Bern, und Cukrowicz Landschaften, Winterthur. Drei der fünf neuen Gebäude liegen in der Verantwortung der katholischen Kirchgemeinde. Zum einen ist dies ein fünfstöckiger Bau mit dem Pfarreisaal als Hauptpfeiler sowie Mietwohnungen. Das zweite Gebäude umfasst auf vier Etagen die Tagesstrukturen und ebenfalls Wohnraum. Die sich auf drei Stockwerken befindenden sechs Kindergartenabteilungen runden das Bauvorhaben der katholischen Kirchgemeinde ab. Geplant ist, dass sie die Kindergärten und die Tagesstrukturen für 40 Jahre an die Stadt vermietet. Diese rechnet hierfür mit einem Gesamtaufwand von 12,9 Millionen Franken. «Das gibt uns die notwendige Plansicherheit», sagte Antonia Zihlmann, Kirchmeierin der Katholischen Kirchgemeinde Willisau, gestern. Und Kirchenratspräsidentin Evelyne Huber sprach von einer «sehr guten Lösung. Umso mehr da für uns beim Pfarreiheim riesige Investitionen anstehen.»

Kindergärten bis 2020 bezugsbereit

Von den 38 Millionen Franken trägt die katholische Kirchgemeinde rund 25 Millionen. «Der Finanzplan zeigt: Wir können diese Summe stemmen», erklärt Zihlmann. Neben den besagten acht Millionen der privaten Investoren entfallen ungefähr fünf Millionen Franken auf die Stadt. Der Betrag teilt sich in 2,1 Millionen für den Endausbau Kindergärten und Tagesstrukturen inklusive Mobiliar und in 3,3 Millionen für die Investition des Parkanteils auf. Zusammen mit dem Mietaufwand für 40 Jahre ergibt das für die Stadt Willisau einen Rahmenkredit von 18,3 Millionen.

In der Bauphase, das heisst bis im Sommer 2020, werden die beiden Kindergartenabteilungen vom Pfarreizentrum in die Rohrmatt verlegt. Aktuell hat die Stadt sieben Kindergärten. Mit den geplanten sechs Einheiten im Pfarreiheim verfügt Willisau dann über neun Abteilungen, verteilt auf die drei Standorte Käppelimatt (1), Gartenstrasse (2) und Grund (6). «Auch bei den Tagesstrukturen – hier rechnen wir langfristig mit einer Zunahme um 20 Prozent auf 130 bis 160 Plätze – tragen wir damit Rechnung», betonte Stadtammann Wendelin Hodel (CVP). Und für Stadtpräsidentin Erna Bieri (FDP) ist klar: «Das Projekt ist ein Vorzeigebeispiel für innere Verdichtung und Aufwertung einer Altstadt.»

Bei der katholischen Kirchgemeinde fällt der Entscheid über den Baukredit an der Kirchgemeindeversammlung vom 11. Januar 2018. Die Stadt wird an der Gemeindeversammlung vom 27. November über das Bauvorhaben beraten. Die Urnenabstimmung ist für den 21. Januar 2018 geplant.

Blick auf das Projekt «Im Grund». (Bild: Visualisierung: PD)

Blick auf das Projekt «Im Grund». (Bild: Visualisierung: PD)

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