WILLISAU: Im Städtli trommelte, tanzte, tobte es

Und das soll erst der Vor- geschmack gewesen sein? 10' 000 Leute besuchten in Willisau die Städtlifasnacht.

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Ein Hauch von Transilvanien an der Städtlifasnacht. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Ein Hauch von Transilvanien an der Städtlifasnacht. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Sie räkelten sich in Liegestühlen, spielten Badminton im Bikini und tanzten zu Sommermusik. Urlaubsstimmung mitten in Willisau. Die Guuggenmusig Napfruugger setzte ihr Motto «Vamos a la Playa» an der gestrigen Städtlifasnacht kreativ um – und forderte die Sonne regelrecht heraus. Doch diese liess sich Zeit. Erst beim Umzug am Nachmittag drückten die ersten Strahlen durch – in dem Moment, als die Napfruugger einzogen.

Kalt bliebs trotzdem. Tee Zwätschge, das Motto der Schlössliruugger, passte da schon eher. Tee und Kaffee mit Schuss waren wohl die am häufigsten verkauften Getränke. Die Kälte hielt die Leute indes nicht davon ab, sich so richtig der Fasnachtsstimmung hinzugeben.

Nach der Narrenmesse in der Kirche gings los im Städtchen, das eine wunderbare Kulisse für das fasnächtliche Treiben bot. Auf vier Bühnen spielten die Musigen, die Karnöffelzunft animierte das Publikum zum Hindernislaufen, die Best Age Ladies, eine Gruppe von Frauen im besten Alter, sorgten mit ihrer Tanzshow für Stimmung.

Umzug war der Magnet
Am meisten Leute zog aber der Umzug am Nachmittag an. Rund 10'000 Fasnächtler und Fasnächtlerinnen befanden sich nach Auskunft der Organisatoren zu diesem Zeitpunkt in Willisau. 13 Guuggenmusigen, 15 Zünfte und Fasnachtsgruppen zogen ins Städtli ein. Die Guuggen schränzten, die Zünftler warfen ihre Orangen, die Enzilochmannen und die Moorsträggele lehrten die Kinder das Fürchten – so, wie es eben sein muss an der Fasnacht in Willisau.

Monika Wüest