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WILLISAU: Neue Räume für «starke Männer»

Die Ringer und die Schwinger wünschen sich ein gemeinsames Zentrum, um die immer prekäreren Trainingsverhältnisse zu verbessern. Doch das Stimmvolk muss dazu an der Urne erst noch Ja sagen.
Ernesto Piazza
Ringer Stefan Reichmuth und Schwinger Toni Kurmann greifen zusammen für eine neue Sportanlage beim Hallenbad im Schlossfeld. Beobachtet werden sie von Ringerclub-Präsident Pius Roos (links) und Schwingerclub-Präsident Ruedi Stadelmann. (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 15. November 2017))

Ringer Stefan Reichmuth und Schwinger Toni Kurmann greifen zusammen für eine neue Sportanlage beim Hallenbad im Schlossfeld. Beobachtet werden sie von Ringerclub-Präsident Pius Roos (links) und Schwingerclub-Präsident Ruedi Stadelmann. (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 15. November 2017))

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Die Lüftungsanlage ist veraltet. Das Schwitzen der Athleten verursacht Dunst im ganzen Raum, der an den Scheiben, auf der Ringermatte und im Sägemehl kondensiert. Seit geraumer Zeit finden Ringer und Schwinger in Willisau eine prekäre Trainingssituation vor. Und weil die Zahl bei den Aktiven wie auch beim Nachwuchs permanent ansteigt, sind die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten schlicht zu klein, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten.

Das soll sich nun ändern: An der Gemeindeversammlung vom 27. November entscheidet der Stimmbürger über einen Sonderkredit von 2,165 Millionen Franken für ein neues Ringer- und Schwingerzentrum. «Damit bekäme Willisau künftig eine sehr modernde und äusserst zweckmässige Anlage», betont Stadtammann Wendelin Hodel. Wie wichtig gute Trainingsbedingungen sind, verdeutlicht auch die Tatsache, dass Willisau – speziell bei den Ringern – zu den nationalen Topadressen gehört.

Anlage erstreckt sich über drei Geschosse

Das frei stehende Gebäude soll neben der Sporthalle Hallenbad zu stehen kommen. Es umfasst insgesamt drei Etagen. Im Untergeschoss befindet sich die Schwingerhalle mit der 260 Quadratmeter grossen Sägemehl­fläche sowie separatem Kraftbereich, Garderoben, Duschen und WCs. Die Schwinger tragen die Kosten für den Endausbau von 74 000 Franken. Einmal pro ­Woche soll diese Halle von den Nationalturnern benützt werden.

Im Zwischengeschoss sind Garderoben und Duschen/WCs für die Ringer sowie für andere Benützer der Anlagen auf dem Areal des Sportzentrums geplant. Der auf dieser Etage ebenfalls vorgesehene Sauna- und Ruheraum für die Ringer wird ihnen im Rohbau überlassen. Sie übernehmen Endausbaukosten von 79 000 Franken.

Im Erdgeschoss schliesslich ist die Ringerhalle mit Technik, Gästebereich und Fitness vorgesehen. «Wir sind seit einigen Jahren am Planen. Wenn die Halle kommt, was wir natürlich hoffen, wäre das eine super Sache», sagt Clubpräsident Pius Roos.» Des Weiteren werden die beiden Trainingsmöglichkeiten von Ringern und Schwingern mit verschiedenen Lagern, Weekends, nationalen Kaderlehrgängen von Swiss Wrestling, aber auch von diversen Schnupperlektionen ausgelastet.

Im Sägemehl sind auch Sportarten wie Pfeilbogenschiessen, Steinstossen, Steinheben, Sägemehl-Ringen, Beachsoccer oder Fussball-Tennis möglich. Ein weiterer Vorteil des Projekts: Mit dem Ringer- und Schwingerzentrum kann der alte Keller, welcher bisher von beiden Vereinen genutzt wurde, «mit geringen Kosten als Aufenthaltsraum für die Lagerteilnehmer umgebaut werden», so Stadtammann Hodel.

Ringer- und Schwingerklub beteiligen sich mit je 100 000 Franken an der neuen Halle und tätigen zudem weitere Eigenleistungen von gesamthaft 100 000 Franken. Sport-Toto-Beiträge von 80 000 Franken sollen auch ins Projekt fliessen. Für die Stadt Willisau verbleiben so noch Nettokosten von 1,785 Millionen Franken. Die Verzinsung und Amortisation dieses Betrages für die nächsten 40 Jahre von jährlich rund 75 000 Franken muss die Stadt tragen. Das sei aber gemäss Finanz- und Aufgabenplan möglich», steht in der Botschaft geschrieben.

Ende 2018 soll Gebäude fertigerstellt sein

Mit der neuen Halle ist ebenfalls eine Erhöhung des Pensums der Hauswartung von 20 Prozent verbunden. «Der Betrieb kann aber grösstenteils durch zusätzliche Einnahmen gedeckt werden» so Stadtammann Wendelin Hodel. Zudem sei es möglich, mit dem erweiterten Hallenangebot auch für Schul- und Sportlager die Unterkünfte noch besser auszulasten, was in diesem Bereich zu zusätzlichen Einnahmen führe, betont er. Ganz generell spricht Hodel von einem «modernen Fixpunkt auf dem Willisauer Sportareal, der erst noch multifunktional genutzt werden kann».

Stimmt die Gemeindeversammlung dem Kredit von 2,165 Millionen zu, soll Ende 2017 oder Anfang 2018 das Baugesuch gestellt und die Baubewilligung eingeholt werden. Bei optimalem Verlauf hofft der Stadtrat, dass der Baustart im Frühling 2018 erfolgen kann. Die Fertigstellung des neuen Ringer- und Schwingerzentrums ist für Ende nächsten Jahres geplant.

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