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WILLISAU: PPP – die Parkplatz-Partei mischt Willisau auf

Jetzt muss es dem Stadtrat zumindest fasnächtlich dämmern: Am Sprüchli­abend waren die Städtlisanierung und die raren Parkplätze die Dauerbrenner der Sprücheklopfer.
Hannes Bucher

Jetzt muss es dem Stadtrat zumindest fasnächtlich dämmern: Am Sprüchli­abend waren die Städtlisanierung und die raren Parkplätze die Dauerbrenner der Sprücheklopfer.

Sie haben ihre lange Tradition und ein breites, bunt gemischtes Publikum – die Schnitzelbankgruppen am Güdismontagabend in den Willisauer Beizen. Bis auf die letzten Plätze gefüllt sind die Beizen inklusive Schlossschür und Rathaus jeweils im Voraus. So wartete auch das Publikum in der randvollen «Krone» am Montagabend gespannt auf die diesjährigen Produktionen. «Wir machen es wie gewohnt – Applaus zur Begrüssung der Gruppen und die Welle zum Abschluss: eben ‹Krone spezial›», ermunterte der verantwortliche Zünftler die farbige Gesellschaft an den Tischen.

Neun Formationen zirkulierten bis Mitternacht in den Lokalen und kramten in ihrem gesungenen oder szenisch gestalteten Fasnachtsgepäck, machten sich ihre Reime auf das viele Ungereimte, das durchs Jahr passiert war. Klar Thema Nummer eins: die Städtchensanierung inklusive Parkplatzsituation. Sie lieferte auch den «Stadtnarren» die Ausrede für ihr Zuspätkommen: eben; keinen Parkplatz gefunden. «Flasche-Sepp» Stadelmann stiess ins gleiche Horn: Er war als Detektiv Tim mit einem niedlichen Struppi vor Ort unterwegs und da und dort fündig auf Schräges geworden. Etwa in einer offiziellen Mitteilung, wo da geschrieben stand: «Die Parkplätze in der Festhalle sind gratis.» Was das konkret heissen würde, führte er bildlich vor: Die Willisauer Festhalle prall angefüllt mit lauter Blechkarossen. – Und die Rezeptur, die für das neue Städtli diente, nannte er ebenfalls: «Met em Bagger hents e chli omegröblet ...»

«Merze-Chegu»

Cali & Stäffe, der eine als Parteibonz, der zweite im Sparschwein-Look aufgetreten, wollten das Parkplatzproblem politisch angehen: «Es isch en ächte Merze-Chegu, so viel Parkplätz go uszmerze. Deby isch das neue Städtli jetzt doch viel breiter ... Do hend üsi traditionelle Parteie total verseit. Drum fusioniere mir CVP, FDP und SVP zur PPP! Zur Parkplatz-Partei!» Eingebunden würden dabei auch die Grünen. Zusätzlich zur blauen Zone werde für sie eine grüne Zone geschaffen. «Die chönd ihri Velos und Trottis i dene rostige Willisauer-Ringli-Chüble verstaue.»

Hensler und Kobler GmbH

Die budgetblosse respektive budgetlose Zeit war ebenfalls ein Dauerbrenner am Abend. Es fehlte auch nicht an kreativen Sparvorschlägen. Bildungssparpotenzial orteten Cali und Stäffe auch in Willisau: Ihr Vorschlag: Nur noch zwei Schultypen: «D’Hochschuel of Schülen und d’Basisstufe i de Chäppelimatt.» Das Ressort Sicherheit soll in Willisau aus Spargründen outgesourct werden – nach Luzern: «Es wird übernoh vo de Firma Hensler und Kobler GmbH: Ihre Spezialiste für Blaulicht und Rotlicht.»

Nicht weiter gespart werden darf offensichtlich am Männeranteil im Stadtrat. Eine Männerquote wird da für Willisau allseitig gefordert. Anderseits schwärmte der blonde Bachelor Sonnyboy Vujo wiederum von seiner grossen Gespielinnen-Quote. Als «Michelle-Muriel-Mirabelle und Co.» spielte Damian Aregger den Blondinen-Part ebenso bravourös, wie Valentin Kunz den naiven Charmeur mimte. Als grossartige Schnitzelbänkler erwiesen sich wiederum die beiden Näbufresser aus Malters: Die beiden Kapuzinermönche stützen sich auf Mani-Matter-Songs. So etwa zum Kommandanten-Problem der Luzerner Polizei: «Oh du Frau Schärli, währli, g’fährli isch dä Kärli do», und schliesslich «Wäg isch dä Kärli do ...».

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