WILLISAU: Tempo 20: Jetzt wird gebüsst

Seit der Sanierung gilt im Städtli Tempo 20. Das Limit wird aber immer öfter missachtet. Der Stadtrat will dies wieder ändern – mit Hilfe der Polizei.

Ernesto Piazza
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Im neu sanierten Städtli Willisau fahren nach Ansicht des Stadtrates viele Autos zu schnell. (Bild Manuela Jans)

Im neu sanierten Städtli Willisau fahren nach Ansicht des Stadtrates viele Autos zu schnell. (Bild Manuela Jans)

Die Willisauer Bevölkerung erlebt momentan eine Kehrseite der neu sanierten Altstadt. Mit der Neueröffnung im letzten September wurde auch Tempo 20 eingeführt. Zwar wurden die Automobilisten mit dem mobilen Geschwindigkeitsmesser für die entschleunigte Fahrweise sensibilisiert. Doch diese Limite werde mittlerweile immer öfter überschritten. Deshalb soll es ab August im Städtli vermehrt zu Geschwindigkeitskontrollen kommen, wie der Stadtrat am Montag mitteilte.

«Schwanen»-Wirt Roger Bättig ist vor allem dann mit den neuen Verkehrsproblemen konfrontiert, wenn er seine Gartenwirtschaft geöffnet hat. Konkret heisst das: Weil es im sanierten Städtli kein Trottoir mehr gibt, fehlt eine gewisse Sicherheitszone. «Daher kommt es vor, dass Velos oft sehr nahe am Gebäude vorbeifahren und das Personal bei der Bedienung so noch viel aufmerksamer sein muss», erklärt er. Mit der vorhandenen Abschrankung sei das für die Gäste zwar kein Problem, das Servicepersonal müsse mit der veränderten Situation jedoch entsprechend umgehen.

Der Stadtrat ist sich bewusst, dass es für die Verkehrsteilnehmer im sanierten Städtli mit vermehrten Tempokontrollen zu unliebsamen Überraschungen kommen kann. «Durch die Kontrollen dürften wohl vermehrt Bussen ausgesprochen werden», sagt Stadtammann Wendelin Hodel. Innerorts führt eine Tempoüberschreitung von 21 Kilometern pro Stunde nämlich bereits zum Ausweisentzug. Als weiteren, immer wieder Probleme verursachenden Knackpunkt sieht der Stadtrat, dass in der Willisauer Altstadt mit Tempo 20 die Fussgänger Vortritt haben.