WILLISAU: Übung Zopfmatt: Verschiebung eines Altersheims

Weil das Willisauer Altersheim Zopfmatt wegen Bodenarbeiten nicht bewohnt werden kann, bringt eine Spitalrekrutenschule die Bewohner nach Einsiedeln. Aus der Not hier wird dort eine Tugend, eine Übung gemacht.

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Wohl nicht alle Bewohner sind gleichermassen von der «Übung» begeistert. (Symbolbild Fabian Biasio/Neue LZ)

Wohl nicht alle Bewohner sind gleichermassen von der «Übung» begeistert. (Symbolbild Fabian Biasio/Neue LZ)

Solche Militäreinsätze dürften Seltenheitswert haben. Das Alterszentrum Zopfmatt in Willisau plant zusammen mit der Spitalrekrutenschule 41 einen Einsatz, der allerhand Organisation erfordert und die Spitalsoldaten in der Verlagerung von Zivilpersonen beüben soll.

Wie Kurt Stalder, der Abeitlungsleiter der Willisauer Heime, schreibt, müssen in einem gesamten Haustrakt des Heimes der Korridor-Teppich durch neue, den hygienischen Anforderungen entsprechende Materialien ersetzt werden. Dies könne nur durch die Auslagerung aller Bewohnerinnen und Bewohner erfolgen.

Dafür werden ausgebildete Rekruten - als Übung eines Ernstfalles - die Bewohner des Heimes in die Spitalkaserne Einsiedeln übersiedeln, wo diese dann einige Tage bleiben werden. 

In der Zwischenzeit werden ebenfalls von der Armee die Zimmer gereinigt - dies simuliert das Instandstellen eines Not-Operationssaales. Ebenfalls werden in dieser Zeit alle Matratzen desinfiziert. Und dann natürlich die neuen Böden gelegt, bevor die Bewohner wieder in ihr Heim zurückkehren können.

kst