«Willisauer Bote» feiert 125-jähriges Jubiläum

Der «Willisauer Bote», die grösste Lokalzeitung im Kanton Luzern, feiert sein 125-jähriges Bestehen. Als reines Anzeigenblatt gegründet, entwickelte es sich zum katholisch- konservativen Streitblatt und schliesslich zur Forumszeitung.

Drucken
Teilen
Der Aargauer Schritsetzer Adolf Kuhn gründete den «Bötu». (Symbolbild Neue LZ)

Der Aargauer Schritsetzer Adolf Kuhn gründete den «Bötu». (Symbolbild Neue LZ)

Heute erscheint der «Willisauer Bote» (mit einer Splitausgabe für das Wiggertal) zwei Mal pro Woche. Er zählt nach eigenen Angaben über 9100 Abonnentinnen und Abonnenten und 25'000 Leserinnen und Leser.

Den Sprung ins moderne Medienzeitalter hat die Lokalzeitung geschafft: Sie erscheint auch als E-Paper, ist im Internet präsent und beliefert Bildschirme in Geschäften und Cafés sowie Mobiltelefone mit lokalen Nachrichten.

Gegründet worden war der «Bötu» vom Aargauer Schriftsetzer Adolf Kuhn, der in einer Hinterländer Druckerei arbeitete. 1887 machte er sich selbständig. Am 14. Mai erschien der erste «Willisauer Bote».

Kuhn habe nicht die Absicht gehabt, ein politisches Blatt zu schaffen, teilte der «Willisauer Bote» anlässlich seines Jubiläums mit. Sein Ziel sei einzig ein Anzeigeorgan für das Gewerbe gewesen.

Als freisinnige Konkurrenzblätter aufkamen, übernahm der «Willisauer Bote» die Rolle des konservativen Streitblattes. Unter dem langjährigen Chefredaktor Josef J. Zihlmann wandelte es sich in den 80er-Jahren zur modernen Forumszeitung.

Der «Willisauer Bote» pflegt auch unter dem heutigen Chefredaktor Stefan Calivers den Qualitätsjournalismus. Der Mediendienst «Klein Report» bezeichnet das Blatt als «Modelfall einer guten Lokalzeitung», das auch schon mit Preisen ausgezeichnet worden sei.

Seinen Geburtstag feiert der «Willisauer Bote» am 15. Juni anlässlich der Generalversammlung der SWS Medien AG. Für das Blatt arbeiten in unterschiedlichen Pensen 22 Personen, knapp die Hälfte davon in der Redaktion.

sda