Willisauer Kirchplatz wird doch untersucht

Die Luzerner Kantonsarchäologie beginnt in diesen Tagen mit einer archäologischen Untersuchung des Kirchplatzes in Willisau. Allerdings werden nur 5 Prozent der ursprünglich geplanten Fläche untersucht, da für eine grossflächige Grabung die finanziellen Mittel fehlen.

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Der Kirchplatz vor der Katholischen Kirche St. Peter und Paul in Willisau. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Der Kirchplatz vor der Katholischen Kirche St. Peter und Paul in Willisau. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Mit der nun vorgesehen Teiluntersuchung des Kirchplatzes soll sichergestellt werden, dass die wichtigsten geschichtlichen Erkenntnisse zu Willisau nicht verloren gehen. Wie die Staatskantzlei Luzern am Donnerstag mitteilte, wird hingegen auf die archäologische Grabung der Hauptgasse aus Spargründen verzichtet.

Die ursprünglich geplante Rettungsgrabung auf der Fläche des ganzen Platzes hätte 208'000 Franken gekostet. Den dazu notwendigen Kredit wurde vom Luzerner Regierungsrat abgelehnt. Für die Finanzierung der reduzierten Teilgrabung sind 42'000 Franken notwendig. Diese werden über das laufende Budget der Kantonsarchäologie finanziert, heisst es in der Mitteilung weiter.

Nur ein Bruchteil wird untersucht

Weitere Grabungen in Willisau werden gemäss dem regierungsrätlichen Sparbeschluss nicht möglich sein. Mit dieser Minimalvariante der Grabung, die rund 5 Prozent der betroffenen archäologischen Fundstelle umfasst, versucht die Kantonsarchäologie, in Absprache mit der Stadt Willisau ihrem gesetzlichen Auftrag nachzukommen.

Die Grabung wird beginnen, sobald das zusätzlich notwendige temporäre Grabungspersonal eingestellt ist. Auf diese Weise soll der Zeitplan der Gemeinde für die Gesamtsanierung der Hauptgasse eingehalten werden können. Die Bauarbeiten für die Gassensanierung sollen im März 2013 beginnen und bis im September andauern.

pd/zim