Winterspiele: Luzern will maximal Nebenrolle

Luzern als Host-City für die Olympischen Winterspiele? Der Stadtrat winkt angesichts des knappen Zeitplans ab. Wenn eine Schweizer Kandidatur aber zustande kommt, könnte Luzern eine Nebenrolle übernehmen.

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So sah eine mögliche Kandidatur aus: Luzern als Host-City. Nun winkt der Stadtrat aber ab. (Bild: Janina Noser/Neue LZ)

So sah eine mögliche Kandidatur aus: Luzern als Host-City. Nun winkt der Stadtrat aber ab. (Bild: Janina Noser/Neue LZ)

In einem Postulat forderte der Luzerner Grossstadtrat Josef Wicki (FDP-Fraktion) Ende November 2010 Abklärungen bezüglich der Eignung der Stadt Luzern als Host City - also dem Ort, wo die Anlagen und das olympische Dorf beheimatet sind - für Olympische Winterspiele. Laut dem Postulat würde eine Olympia-Mitwirkung die Möglichkeit schaffen, nachhaltig zu investieren, den Tiefbahnhof zu realisieren und die Positionierung von Luzern zu verbessern.

Der Bundesrat befürwortet eine Schweizer Olympiakandidatur grundsätzlich und an einer Informationsveranstaltung, bei der auch Vertreter von Luzern anwesend waren, wurden Ziele und Vorgehen bereits erläutert.

Zeitplan ist zu knapp

In seiner Antwort auf das Postulat hält der Stadtrat nun fest, dass er dem Anliegen einer frühzeitigen Abklärung von Kosten und Nutzen, und damit Verbunden einer Mitwirkung an einem Olympia-Projekt, zwar grundsätlich positiv gegenüber stehe. Ein solches Projekt sei für die Schweiz aber ein äusserts ambitioniert und es müsse genügend Zeit zur Verfügung stehen.

Der aufgestellte Zeitplan sei für Luzern zu knapp, zumal es zur Idee noch keine gemeinsame Zentralschweizer Haltung gebe. Die Stadt Luzern sei aber bereit mitzuhelfen, wenn ihr im Rahmen einer Kandidatur Schweiz eine Nebenrolle zukäme. Dazu müsste aber auch das notwendige Risikokapital zur Verfügung stehen. Der Ball liege nun beim Kanton. Er soll entscheiden, wie er vorgehen will.

pd/bep