Wintersport
Der Kanton Luzern bittet um Rücksicht auf Wildtiere

Der kalte Winter stellt für die Wildtiere in Luzern eine Herausforderung dar. Der Kanton bittet Wintersportler deshalb um Rücksichtnahme auf die Tiere. Diese brauchen nämlich vor allem Ruhe, um den Winter zu überstehen.

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(sre) Die kantonale Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa) bittet in einer Medienmitteilung um Rücksicht auf Wildtiere. Wanderer, Skifahrer oder Schneeschuhläufer sollen Acht auf die Tiere geben. Denn diese haben es im laufenden Winter, der durch überdurchschnittliche Schneemengen und anhaltende Kälte gekennzeichnet ist, nicht leicht. Je später im Winter oder gar im Frühjahr schwierige Witterungsbedingungen bestehen, desto problematischer wird es für die Wildtiere – und die Kälte dürfte laut Prognosen noch eine Weile anhalten.

Wildtiere wie Gämsen brauchen während dieses harten Winters vor allem Ruhe.

Wildtiere wie Gämsen brauchen während dieses harten Winters vor allem Ruhe.

Bild: Paul Gwerder/Urner Zeitung

Die im vergangenen Sommer und Herbst angefressenen Reserven der Tiere sind im Frühjahr weitgehend aufgebraucht. Um einen harten Winter wie diesen zu überleben, müssen sie deshalb ihre Energie besonders sparsam einsetzen. Gleichzeitig lade das Wetter viele Wintersportlerinnen und Wintersportler ein, ihre Freizeit in der Natur zu verbringen. Die kantonale Dienststelle weist darauf hin, dass Freizeitaktivitäten abseits des Routen- und Wegnetzes die Wildtiere in ihrer Winterruhe stören. Damit die Wildtiere ihre Reserven nicht für das Flüchten vor dem Menschen einsetzen müssen, bittet sie deshalb um Rücksichtnahme: Wintersportler sollen sich auf den vorgegebenen Wegen und Routen bewegen.

Gämsen und Steinböcke leiden unter Krankheit

Nicht nur der Winter stellt für die Wildtiere momentan eine Herausforderung dar: Einzelne Gämsen und Steinböcke würden von einer Krankheit heimgesucht, wie das Lawa weiter schreibt. Innerhalb der Kolonie Brienzer-Rothorn seien im Herbst einzelne Fälle von Gämsblindheit bei Stein- und Gämswild aufgetreten. Diese hochansteckende Krankheit habe sich inzwischen wohl über den Giswilerstock bis an die Haglere ausgebreitet. Bei einem günstigen Krankheitsverlauf und mit viel Ruhe können erkrankte Tiere aber wieder genesen. Negativ auf den Ausgang der Krankheit wirken sich allgemeine Störungen, die insbesondere durch den Menschen verursacht werden, aus. Umso mehr gelte deshalb nun, möglichst viel Rücksicht auf die Tiere zu nehmen.