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WINTERSPORT: Kanton Luzern unterstützt Vorhaben in Sörenberg

Der Kanton Luzern unterstützt den Ausbau des Skigebiets finanziell. Dies hat das Parlament entschieden. Die Bergbahnen Sörenberg haben im Sinn, 35 Millionen Franken zu investieren.
Skifahrer am Rothorn (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Skifahrer am Rothorn (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Das Projekt in Sörenberg sieht den Zusammenschluss der Skigebiete Dorf und Rothorn an der Grenze zum Kanton Bern vor. Geplant sind eine neue Gondelbahn auf das 2350 Meter über Meer gelegene Rothorn, ein neues Bergrestaurant, zwei neue Sesselbahnen, ein neuer Skilift sowie Beschneiungsanlagen und Zufahrten.

Der Kanton unterstützt das Projekt mit einem Darlehen von 1,8 Millionen Franken und einer Bürgschaft von 4,2 Millionen. Das Darlehen wird im Rahmen des Förderprogramms Neue Regionalpolitik (NRP) des Bundes vergeben. Es wird je hälftig vom Kanton und dem Bund getragen. Die Bürgschaft ist nötig, damit die Bergbahnen einen Kredit erhalten können. Der Kantonsrat hiess am Montag die Unterstützung des Projektes mit 103 zu 6 Stimmen gut.

Das Vorhaben ersetzt teilweise alte bestehende Anlagen. Mit den Investitionen wollen die Bergbahnen das mittelgrosse Familienskigebiet mit 30 Vollzeitstellen und bis 150 saisonal Beschäftigten langfristig erhalten.

Nötig zum Überleben

Skifahren sei in der Schweiz wieder beliebter geworden, sagte Erwin Arnold (CVP) namens der vorberatenden Kommission. Es sei unbestritten, dass der grösste Wintersportort des Kanton ohne Ausbau nicht überleben könne.

Markus Gehrig (CVP) hob als Fraktionssprecher die Bedeutung des Tourismus in Sörenberg hervor. Es sei ein mutiges, aber plausibles Projekt.

Georg Dubach (FDP) sprach von einer Vorwärtsstrategie, die Sörenberg eingeschlagen habe. Der Zusammenschluss der Skigebiete Dorf und Rothorn richtig. Dubach fragte sich aber, ob dank des Ausbaus tatsächlich mehr Tagestouristen nach Sörenberg kommen würden.

Vroni Thalmann (SVP) verwies auf die vielen Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt vom Ferienort abhingen. Sie verstehe nicht, dass Umweltverbände diesem verhältnismässig kleinem Ausbau nicht positiv gegenüberstehen könnten. Der Region sei es bewusst, dass der Natur Sorge getragen werden müsse. Die Wirtschaftlichkeit müsse aber auch stimmen. Der Beitrag des Kantons sei deshalb angemessen.

Die GLP stimmte dem finanziellen Engagement des Kantons trotz umwelt- und wettbewerbspolitischen Vorbehalten zu. Auch Giorgio Pardini (SP) bestritt nicht, dass der Ferienort Sörenberg und ein Ausbau wichtig sei.

Pardini beantragte, die Standortgemeinde Flühli in die Pflicht zu nehmen. Die Gemeinde solle sich hälftig an der Bürgschaft zugunsten der Bergbahnen beteiligen. Dies würde zeigen, dass die Gemeinde an das Projekt glaube, sagte er.

Die Bürgschaft soll es den Bahnen ermöglichen, von den Banken Kredite aufzunehmen. Da sei etwas faul, sagte Monique Frey (Grüne). Es scheine, dass die Bank nicht an den Erfolg des Projektes glaube.

Baudirektor Robert Küng sagte, das Gesetz sehe eine Beteiligung einer Gemeinde nicht vor. Das Parlament lehnte den Antrag Pardinis deutlich mit 87 zu 22 Stimmen ab.

Die Grünen verwiesen ferner auf den Klimawandel. Fraktionssprecherin Frey kritisierte, dass 6 der 35 Millionen in Beschneiungsanlagen investiert würden. Die Schneesicherheit sei bereits heute prekär. Die Grünen lehnten die Vorlage als einzige Fraktion einhellig ab. (sda)

Das ist in Sörenberg geplant. (Bild: Grafik Neue LZ)

Das ist in Sörenberg geplant. (Bild: Grafik Neue LZ)

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