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WINTERSPORT: Skigebiet Sörenberg: Nächste Investitionen im Blick

Der neue Vierer-Sessellift aufs Brienzer Rothorn läuft wie geschmiert. Schon planen die Bergbahnen Sörenberg weitere Anlagen. Doch eine neue Entwicklung bereitet ihnen Sorgen.
Roseline Troxler
Der neue Sessellift vom Eisee aufs Brienzer Rothorn ist seit dem 23. Dezember offiziell in Betrieb. (Bild: PD)

Der neue Sessellift vom Eisee aufs Brienzer Rothorn ist seit dem 23. Dezember offiziell in Betrieb. (Bild: PD)

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch

Wie in vielen Skigebieten ging gestern aufgrund des Sturmes auch auf dem Brienzer Rothorn und im Gebiet Sörenberg Dorf gar nichts. Ganz anders sah es in den Tagen zuvor aus. «Wir dürfen auf eine tolle Festtagswoche zurückblicken», sagt Theo Schnider, Verwaltungsrat der Bergbahnen Sörenberg AG.

Er erklärt sich «die ausgezeichnete Auslastung» nicht nur mit dem Wetter und den tollen Schneeverhältnissen, sondern auch mit dem neuen Sessellift vom Eisee aufs Rothorn. «Viele Gäste waren gwundrig auf die neue Bahn und wollten damit fahren.»

«Überraschend positiver Silvestertag»

Der 29. Dezember war für die Bergbahnen Sörenberg ein «absoluter Spitzentag», so Schnider. «Wir zählten an diesem Tag gegen 9000 Ersteintritte.» Dabei werden auch Gäste mit Mehr­tagespässen gezählt. Im Winter zuvor lag das Maximum bei 7800 Eintritten. «Überraschend positiv schloss obendrein der Silvestertag ab.» Trotz guter Zahlen wäre laut Schnider noch mehr dringelegen. Die Wetter- und Pistenverhältnisse seien besser gewesen als angekündigt. Doch: «Eine etwas zögerliche Meteomeldung kann eine Frequenzeinbusse von über 2000 Gästen pro Tag bedeuten.»

Der neue Sessellift, der in sieben Minuten 300 Höhenmeter überwindet, wurde am 23. Dezember nach vier Monaten Bauzeit offiziell eröffnet. Zunächst war unklar, ob es vor Neujahr klappt. Pro Stunde kann die Anlage 1583 Personen transportieren. Kinderkrankheiten hatte der Lift laut Schnider bisher nicht.

Der Bau des neuen Sessellifts ist Teil eines grossen Ausbauprojekts. Die erste Etappe soll im Frühling oder Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden, sobald der Skilift Schönenboden–Oberhabchegg gebaut und die Beschneiungsanlage vom Rothorn erstellt worden sind. Der Skilift ermöglicht die Verbindung der beiden Skigebiete Rothorn und Sörenberg Dorf.

Für den gesamten Ausbau rechnen die Bergbahnen Sörenberg mit Kosten von rund 39 Millionen Franken. Die Finanzierung ist laut den Bergbahnen ­sichergestellt. So stehen Verträge mit der Luzerner Kantonalbank und der Clientis EB Entlebucher Bank. Ausserdem gibt es eine Bürgschaft des Kantons Luzern über 4,2 Millionen Franken sowie ein Darlehen von Bund und Kanton in der Höhe von 1,8 Millionen Franken.

Nachdem der Ausbau gestartet ist, blicken die Bergbahnen weiter in die Zukunft. Im Moment klären sie ab, ob der Verbindungslift Witmoos–Witenlauenen nochmals aufgelegt werden muss. «Die Etappe wurde schon im ersten Verfahren publiziert.» Denn ursprünglich war der Ausbau nicht etappiert worden. Er wurde aufgrund der Kosten und Einsprachen überarbeitet. «Ziel ist es, die Bewilligung für den Sessellift so schnell wie möglich zu erhalten, um die neue Bahn im Sommer 2018 oder 2019 zu realisieren.» Die grössten Bauten folgen in der dritten Etappe: Dazu gehören eine 8er-Umlauf­kabinenbahn aufs Rothorn und der Neubau des Bergrestaurants auf dem höchsten Luzerner Gipfel. «Die dritte Etappe wird der Verwaltungsrat frühestens 2019 im Detail diskutieren», sagt Schnider. Im Jahr 2020/21 läuft die Konzession der alten Bahn aus.

«Ruinöser Preiskampf» als besondere Herausforderung

«Der Verwaltungsrat strebt rechtzeitig eine Lösung an. Wir wollen bewusst einen Investitionsstau verhindern», betont der Verwaltungsrat. Eine besondere Herausforderung sei dabei ein ruinöser Preiskampf zwischen den Bergbahnen. «Die Skigebiete unterbieten sich laufend und sehr aggressiv in den Preisen. Nicht alle werden diese Spielerei ohne Schaden überstehen», unterstreicht Schnider. «Die Tiefpreisstrategie ist für Sörenberg keine Option.» Ob es langfristig gelinge, wieder mehr Gäste für das Skifahren zu begeistern, werde sich zeigen. Mit dem Ausbauprojekt investieren die Bergbahnen Sörenberg vor allem in die höheren Lagen ihrer Skigebiete. Damit will man für wärmere Winter gewappnet sein.

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