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«Wir hätten uns das nicht leisten können»

Eine Ära von wichtigen Zwischennutzungen geht an der Industriestrasse in Luzern sowie in der ehemaligen Teigwarenfabrik Kriens (Teiggi) zu Ende. An beiden Orten haben in den letzten Jahren zahlreiche Kunstschaffende für günstige Mieten arbeiten können. Nun entstehen dort durchmischte Überbauungen, die auch einen bestimmten Anteil von Ateliers beinhalten sollen. 20 Prozent der Gewerbegrundfläche sollen gemäss Vereinbarungen an der Luzerner Industriestrasse für Ateliers respektive Produktionsräume ausgeschieden werden. Die IG Industrie kämpft dafür, dass dieses Ziel eingehalten wird und generell die kulturelle Nutzung nicht zu kurz kommt. Es darf allerdings vermutet werden, dass die neuen Ateliers an der Industriestrasse einiges mehr kosten werden als die aktuellen Räume. Auch hier wird es wohl noch lange Diskussionen absetzen.

Mit dem laufenden Umbau in der Krienser Teiggi sind bereits viele günstige Ateliers verloren gegangen. Zwar werden auch dort neue Räume geplant, aber der Mietzins wird entsprechend höher ausfallen. «Wir hätten uns das nicht leisten können», sagt die Künstlerin Andrina Keller, die bald wegziehen wird. Sowieso: «Von der jungen Garde der Kunstschaffenden könnte das niemand bezahlen.»

Solche Aussichten machen das Gelbe Haus in Luzern wertvoll. Ursprünglich eine Zwischennutzung, wurde es auf Initiative der dort arbeitenden Kunstschaffenden in eine Stiftung überführt und wird seitdem als eigenständiges Atelierhaus betrieben. Im Gelben Haus im Reussport arbeiten 16 Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Sparten, die zum grössten Teil auch selber dort wohnen. Hier ist ein wichtiger Angelpunkt für die einheimische Kunstszene entstanden.

Ein reines Atelierhaus ist ­hingegen der Bildzwang auf der Reussinsel in Luzern, das ebenfalls nicht mehr wegzudenken ist. Der Werkverein Bildzwang bietet dort seit über 30 Jahren gegen 20 Künstlerinnen und Künstlern ein Atelier. (pb)

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