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Interview

Gemeindeverband Idee Seetal: «Wir hoffen auf einen Domino-Effekt»

Josef Williner (63) ist der erste Botschafter des Gemeindeverbandes Idee Seetal. Ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit ist das Lobbyieren – und er sagt, wo er in der Region noch Potenzial sieht.
Ernesto Piazza
Josef Williner. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 5. Mai 2015)

Josef Williner. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 5. Mai 2015)

Seit rund einem Jahr ist Josef Williner (63) der erste Botschafter der Idee Seetal. Dabei sieht er sich auch als Bindeglied zwischen dem «organisierten» und «nicht organisierten» Seetal. Zudem wird am 9. November der Förderverein Idee Seetal gegründet, den Williner präsidieren soll.

Seppi Williner, Sie sind ein Mann, der viele Jahre erfolgreich in der Wirtschaft tätig war. Was hat Sie bewogen, diese Aufgabe anzunehmen?

Ich bin in Hochdorf, also im Seetal, aufgewachsen und lebe jetzt wieder hier. Es gab natürlich Leute, die mir – nachdem ich mich «frühpensionieren» liess –, sagten, ich solle doch an einen steuergünstigeren Ort im Kanton ziehen (schmunzelt ...). Im Seetal habe ich jedoch meine Wurzeln. Da möchte ich versuchen, etwas aktiv zu bewegen. Zudem ist diese Aufgabe sehr, sehr spannend und für mich ebenfalls eine Herzensangelegenheit.

Sie sind der erste Idee-Seetal-Botschafter. Was ist darunter zu verstehen?

Ein wichtiger Bestandteil ist das Lobbyieren. Als Botschafter habe ich eine Drehscheibenfunktion. Um diese wahrzunehmen, hat mich die Verbandsleitung mit vier Hauptaufgaben betraut. Und zwar: beobachten, koordinieren und verhandeln sowie repräsentieren und informieren.

Welche Haupttraktanden standen bisher an?

Als Erstes war ich beispielsweise bei der Umsetzung des Tourismusprojekts «Drachental» beteiligt. Das Projekt wurde auch mit dem Award der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement ausgezeichnet. Zudem wird Emmi im nächsten Jahr Kaffeerahmdeckeli mit dem besagten Sujet auf den Markt bringen.

Der Tourismus wird im Seetal kantonsübergreifend von Lenzburg gesteuert. Wie sehen Sie diese Situation?

Grundsätzlich muss ich sagen: Die Idee Seetal ist kein Tourismusbüro. Doch bei diesem Thema gibt es für die Region noch Potenzial. In dem Zusammenhang verstehe ich mich als Brückenbauer. So haben wir mit der Idee Seetal in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Braui das Tourismusforum Luzern eingeladen und das Seetal vorgestellt. Spricht man im Kanton vom Tourismus, steht jeweils Luzern im Fokus. Hier müssen wir Kooperationen suchen, über den Tellerrand hinausblicken, und uns gemeinsam mit andern Regionen für unsere Anliegen einsetzen.

Sie haben ein grosses Netzwerk. Wie lassen Sie dies in Ihre Arbeit einfliessen?

Wichtig ist: Bestehende Kontakte pflegen und neue im «organisierten» Seetal, das heisst mit Vereinen, Organisationen oder Gemeinden, knüpfen. Aber auch im «nicht organisierten» Bereich muss man aktiv sein, für die Bevölkerung ein offenes Ohr haben.

Sind schon weitere Projekte spruchreif?

Noch nicht. Der Vorstand des Fördervereins wird sich nach der Gründungsversammlung diesbezüglich unterhalten. Spruchreif ist jedoch die Idee, am kommenden 1. Mai, am Tag der Arbeit, einen Anlass zum Thema Arbeitsethik zu organisieren. Ich bin der Ansicht, dass diesem Aspekt in der heutigen Zeit zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Am 9. November wird der Förderverein gegründet. Sie sind der Initiant und mit Idee-Seetal-Geschäftsführer Cornelius Müller die treibende Kraft. Was wollen Sie bewirken?

Der Förderverein soll die Brücke zwischen dem politisch legitimierten Gemeindeverband Idee Seetal zu interessierten Personen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur bilden. Die Vernetzung soll über regionale und kantonale Grenzen hinaus neue Impulse und ein neues Selbstverständnis fördern. Wir erhoffen uns damit einen Domino-Effekt – und natürlich auch finanzielle und ideelle Unterstützung für die Idee Seetal und deren Projekte.

Zur Person: Josef Williner (63) war von 2004 bis 2016 Direktor des Bucherer-Stammhauses in Luzern. Zuvor arbeitete er 33 Jahre lang bei Manor. Er ist verheiratet und Inhaber einer Consulting-Firma.

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