«Wir laufen auf dem Zahnfleisch»

So wie bisher geht es ohne Abstriche nicht weiter, warnt der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri – und fordert darum mehr Staatsanwälte.

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Daniel Burri (rechts), Luzerner Oberstaatsanwalt. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Daniel Burri (rechts), Luzerner Oberstaatsanwalt. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

105 Vollzeitstellen zählt die Luzerner Staatsanwaltschaft. Pro Jahr werden durchschnittlich 44'000 Verfahren bearbeitet. Das ist effizient, sagt der Leiter, Oberstaatsanwalt Daniel Burri: «Im Kanton St. Gallen zum Beispiel werden 44'500 Verfahren von 194 Vollzeitstellen bearbeitet.»

Nun geraten seine Mitarbeiter bei der Aufarbeitung von Strafdelikten aber an ihre Leistungsgrenzen: «Wir laufen auf dem Zahnfleisch», sagt Burri und warnt: «So wie bisher kann ohne Abstriche nicht mehr gearbeitet werden.» Darum fordert er per Antrag an den Luzerner Regierungsrat zusätzlich 7,5 Stellen, davon drei Staatsanwälte.

Die neuen Stellen sind mit Bruttokosten von 1,18 Millionen Franken veranschlagt. Die Aufstockung sei nötig, weil die Zahl der komplexen Fälle zugenommen habe und weil eine Reorganisation Mehrarbeit erfordere.

Die Reorganisation wurde nötig, weil dies die am 1. Januar 2011 in Kraft gesetzte Schweizerische Strafprozessordnung vorschreibt.

Alexander von Däniken

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