WIRTSCHAFT: Hochdorf könnte vom Milchskandal profitieren

Rund 53'000 Kinder sind in China bereits vom Milchskandal betroffen. Nun könnten die Exporte von Emmi und der Hochdorfgruppe steigen.

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In China sollen Konsumenten bald wieder bedenkenlos Milchprodukte kaufen können – auch dank Luzerner Produkten. (Bild EPA)

In China sollen Konsumenten bald wieder bedenkenlos Milchprodukte kaufen können – auch dank Luzerner Produkten. (Bild EPA)

Die Hochdorf Gruppe profitiert davon, dass die Konsumenten in China das Vertrauen in einheimische Produkte verloren haben. Wie es in einem Artikel von «Cash daily» vom Dienstag heisst, erhalte die Tochterfirma Nutricare täglich Anfragen von interessierten Vertriebspartnern aus 
China. Nutricare ist auf den Export von Kindernährmitteln spezialisiert.

«Wir gehen 2009 von einer Verfünffachung des Umsatzes im Vergleich zu diesem Jahr aus», wird der Sprecher der Hochdorf Gruppe, Christoph Hug, in «Cash daily» zitiert. Doch die Firma lehne auch Anfragen ab, weil sie ihre Produkte bis zum letzten Schritt selbst herstellen will und so die nötige Qualität gewährleisten könne. Deshalb baue Hochdorf derzeit ihre Laborkapazitäten aus.

Auch bei Emmi spüre man die Auswirkungen des Milchskandals in China. «Der Skandal ist ein Grund mehr, warum in China allenfalls mehr Menschen unsere Produkte wählen», äussert sich Emmi-Sprecherin Ruth Stadelmann gegenüber «Cash daily» jedoch betont vorsichtig. Derzeit exportieren die Luzerner gemäss Schätzungen Joghurts und Käse in Millionenhöhe nach China.

ana