WIRTSCHAFT: LUKB mit leicht höherem Unternehmensgewinn

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat 2013 ihre Ziele erreicht. Der für sie massgebende Unternehmensgewinn, welcher die Bildung von allgemeinen Bankreserven ausschliesst, lag mit 179,3 Mio. Fr. im Rahmen des Vorjahres (+0,6 Prozent).

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Daniel Salzmann, interimistischer CEO der Luzerner Kantonalbank, präsentierte am Dienstag die Zahlen 2013. (Bild: Keystone)

Daniel Salzmann, interimistischer CEO der Luzerner Kantonalbank, präsentierte am Dienstag die Zahlen 2013. (Bild: Keystone)

Die LUKB hat damit das Ergebnis trotz rückläufigen Zinsertrages und der Zusatzkosten wegen des US-Steuerstreites halten können. Der Reingewinn, also der Gewinn nach der Reservenzuweisung, fiel gar 3,6 Prozent höher aus als im Vorjahr und belief sich auf 174,3 Mio. Franken.

Es sei die letzte solche Zuweisung gewesen, in Zukunft würden der Unternehmens- und Konzerngewinn gleich hoch ausfallen, sagte Daniel Salzmann als interimistischer Direktor der LUKB. Salzmann hatte vor zwei Wochen das Ruder von Bernard Kobler übernommen, der wegen privaten Querelen sein Amt abgegeben hatte.

Rückläufig war der Erfolg aus dem dominierenden Zinsengeschäft, Das Ergebnis fiel mit 323,4 Mio. Fr. 2,3 Prozent tiefer aus als 2012. Das Ergebnis sei noch immer auf einem hohen Niveau, sagte Finanzchef Marcel Hurschler. Nachdem sich die Ertragslage im Verlauf von 2013 verbessert habe, sei die Bank für 2014 optimistisch.

Im Gegensatz zum Zinsengeschäft konnte die LUKB 2013 mit dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+5,9 Prozent) und dem Handelsgeschaft (+5,3 Prozent) mehr Geld verdienen als 2012.

Aktienverkäufe stützen Erfolg

Auf 14,2 Mio. Fr. verdoppelt werden konnte der übrige ordentliche Erfolg. Massgeblich dafür verantwortlich sind Verkäufe, die die LUKB nach Kursanstiegen aus ihrem in den Vorjahren ausgebauten Aktienportfolio tätigte.

Der Erfolg dieser Position nahm um über 600 Prozent auf 5,5 Mio. Fr. zu, dies obwohl auch die Bewertungsreserven erhöht worden sind. Diese Verkäufe seien Teil der Strategie gewesen, sagte Hurschler. Er geht davon aus, dass damit 2014 ein Ergebnis in derselben Grössenordnung wird erzielt werden können.

Die LUKB weist für 2013 einen Bruttoerfolg von 445,9 Mio. Fr. (+1,2 Prozent) aus. Der Geschäftsaufwand sank um 3,8 Prozent auf 207,5 Mio. Franken. Der Aufwand habe trotz Sonderaufwendungen von 5 Mio. Fr. für den US-Steuerstreit nochmals verringert werden können, sagte Salzmann.

Der Bruttogewinn konnte um 6,0 Prozent auf 238,5 Mio. Fr. erhöht werden. Der Betriebsgewinn fiel mit 207,3 Mio. Fr. um 4,3 Mio. Fr. oder 2,1 Prozent höher aus. Die Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste hätten auf tiefem Niveau gehalten werden können, sagte Salzmann.

Bei den Hypotheken trat die LUKB nach eigenen Angaben auf die Bremse. Der Volumenzuwachs entsprach mit 4,6 Prozent dem Marktwachstum. Die Kundenausleihungen wuchsen nur um 2,8 Prozent, dies weil die Nachfrage nach Firmenkrediten tief geblieben ist.

Von der Dynamik der regionalen Wirtschaft profitieren

Bei den Firmenkrediten erwartet die LUKB 2014 eine Trendwende, weil die Luzerner Wirtschaft, die stärker wächst als die gesamtschweizerische, wieder vermehrt investieren dürfte.

Die LUKB rechnet für das laufende Jahr mit einem Gesamtergebnis in der Grössenordnung von 2013. Geregelt werden muss in der laufenden Periode auch die definitive Nachfolge von Kobler.

Mark Bachmann, Präsident des Verwaltungsrates, rechnet damit, dass die Suche nach einem neuen CEO mehrere Monate dauern dürfte. Die LUKB sei auf Kurs, sagte er. Es bestehe somit kein Zeitdruck.

Der Verwaltungsrat beantragt, eine unveränderte Dividende von 11 Franken pro Aktie auszuschütten. Mehrheitsaktionär der börsenkotierten LUKB ist mit 61,5 Prozent der Kanton Luzern. Dieser wird von seiner Bank Dividenden, eine Abgeltung der Staatsgarantie und Staatssteuern im Umfang von 70 Millionen Franken erhalten.

sda

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