WIRTSCHAFTSKRISE: Gewerkschaftsbund unterstützt Referendum

Der Luzerner Gewerkschafts­bund (LGB) hatte sich einen Krisengipfel gewünscht – der Kanton findet so einen Gipfel jedoch unnötig und setzt auf die Steuergesetzrevision 2011.

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Giorgio Pardini. (Archivbild Fabiene Arnet/Neue LZ)

Giorgio Pardini. (Archivbild Fabiene Arnet/Neue LZ)

Der Luzerner Gewerkschaftsbund nimmt laut einer Medienmitteilung «mit Bedauern zur Kenntnis, dass die Luzerner Regierung und der Kantonsrat nicht bereit sind, einen kantonalen Krisengipfel zu organisieren.» In der Mitteilung wird LGB-Präsident Giorgio Pardini zitiert: «Die bürgerliche Mehrheit will die Krise aussitzen und weiterhin die Steuern für Wohlhabende senken.» Pardini hatte den Runden Tisch von Politik und Sozialpartnern gefordert. Diese Zusammenkunft werde nun auf unbestimmte Zeit verschoben, heisst es in der Mitteilung weiter.

Als Alternative für den Runden Tisch werde die Steuergesetzrevision 2011 präsentiert, welche aus Sicht des LGB jedoch keine Stützung der Konjunktur bringe, heisst es.

Nun will der LGB laut Mitteilung das von Seiten der SP angekündigte Referendum gegen die Steuergesetzrevision 2011 unterstützen. Zudem spricht er sich für vorgezogene Investitionen und eine Weiterbildungsoffensive für von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffenen Personen aus.

ana