WIRTSCHAFTSLAGE: 3531 Angestellte sind von Kurzarbeit betroffen

Per Ende Juni haben im Kanton Luzern 193 Betriebe Kurzarbeit eingeführt. Diese Massnahme um der Krise zu begegnen, beurteilt der Regierungsrat als positiv.

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Auch im Swiss-Steel-Werk in Emmenbrücke wird derzeit kurz gearbeitet. (Archivbild Daniel Tischler/Neue LZ)

Auch im Swiss-Steel-Werk in Emmenbrücke wird derzeit kurz gearbeitet. (Archivbild Daniel Tischler/Neue LZ)

Insgesamt sind 192'264 Ausfallstunden zu vermelden. Der massive Anstieg an Gesuchen für die Einführung von Kurzarbeit habe im November 2008 begonnen, wie es in einer Antwort auf die Anfrage von Giorgio Pardini über das Ausmass der Kurzarbeit im Kanton Luzern heisst. Bis Mitte August seien 588 Gesuche eingereicht worden – davon seien 15 abgelehnt worden. Etliche Firmen hätten Kurzarbeit angemeldet, jedoch (noch) nicht von der Massnahme Gebrauch gemacht oder diese nur einzelne Monate beansprucht.

Zunehmend auch Dienstleister
Am stärksten seien exportabhängige Betriebe (Automobilindustrie und Metallbranche) und zunehmend auch Dienstleistungsbetriebe wie Transportunternehmen, Gastrobetriebe, Druckereien und die IT-Branche betroffen. Im Jahr 2009 haben 16 Firmen ein Gesuch eingegeben, die Kurzarbeit zur Aus- und Weiterbildung zu nutzen.

Der Regierungsrat ist der Meinung, dass es ohne Kurzarbeitsentschädigungen zu vermehrten Entlassungen käme, was einerseits für die Betroffenen schwerwiegendere Folgen hätte und andererseits auch für die RAVs erheblichen Mehraufwand bedeuten würde.

scd