WIRTSCHAFTSPROGNOSE: Luzerner Wirtschaft hat Talsohle erreicht

Erstmals seit zehn Jahren ist die Wirt­schaftsleistung des Kantons mit 1,3 Prozent leicht zurückge­gangen. Laut Prognosen sieht es fürs neue Jahr wie­der besser aus.

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Baustelle in St. Erhard. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Baustelle in St. Erhard. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Ausschlaggebend für den leichten Rück­gang des Luzerner Bruttoinlandproduktes ist laut den Experten der Luzerner Kantonalbank der massive Einbruch in der Exportwirtschaft (minus 25,8 Prozent).

Da der Kanton Luzern im Vergleich zu anderen Schweizer Regionen weniger exportabhängig ist, ist der Rückgang von minus 1,3 Prozent für den ganzen Kanton jedoch moderater als für die Gesamtschweiz (minus 1,9 Prozent).

Es wird fleissig gebaut
Diese Erwartungen hängen auch damit zusammen, dass die privaten Ausgaben im Kanton Luzern bis jetzt stabil blieben, das Baugewerbe sich sehr robust zeigt und keine übermässige Abhängigkeit von einzelnen Branchen besteht, heisst es in der Medienmitteilung der Luzerner Kantonalbank weiter.

Die Konjunkturforscher gehen davon aus, dass die konjunkturelle Talsohle nun erreicht und nicht mit einem noch tieferen Einbruch der wirtschaftlichen Leistung im Kanton Luzern zu rechnen ist. Für das Jahr 2010 rechnen sie bereits wieder mit einem leichten Wachstum der Luzerner Wirtschaft (plus 0,5 Prozent), dies analog zur Entwicklung auf nationaler Ebene.

Arbeitsmarkt verschärft sich weiter
Trotz der erwarteten leichten konjunkturellen Erholung in den nächsten Monaten dürfte sich die Situation auf dem Luzerner Arbeitsmarkt aber weiter verschärfen. Der Arbeitsmarkt reagiert jeweils verzögert, da dank Kurzarbeit oder Abbau von Überstunden Entlassungen vorerst vermieden werden können.

Laut Prognosen wird die Luzerner Arbeitslosenquote erst im Jahresverlauf 2010 den Höhepunkt erreichen und sich anschliessend wieder zurückbilden wird.

get