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Tour de Lucerne: Im Entlebuch wird der Velofahrer zum Wanderer

Die Bergetappe der Tour de Lucerne führt uns durchs Entlebuch. Sie ist weit weniger anstrengend als erwartet – bis auf eine Passage, die es in sich hat.
Raphael Zemp

Das Entlebuch ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: Es ist die bergigste Region des Kantons, jene mit der mutmasslich höchsten Subaru-Dichte und eine, wo das hundskommune Velo oft auch als Bike herhalten muss. Das zeigt sich bereits kurz nach dem Bahnhof Entlebuch, wo unsere Route ein erstes Mal ansteigt. Hier weist uns nicht nur ein Velo-, sondern gleichzeitig auch ein Mountain-Bike-Symbol den Weg. Ein Bild, wie es sich immer wieder präsentieren sollte. Das ruft augenblicklich traumatische Napferlebnisse in Erinnerung: Steile Ruppel-Abfahrten, die abermals in knackige Aufstiege münden – eine arge Probe für Körper und Geist!

Die Ängste stellen sich als unbegründet heraus – obschon wir bis nach Escholzmatt der berüchtigten Napfschlaufe folgen. Das Auf und Ab ist weitaus sanfter als befürchtet und zudem durchgehend asphaltiert. Immer wieder öffnet sich das Panorama, über den Talboden an den gegenüberliegenden Hügelzügen bis hin zu den Berner Alpen, die hinter wehenden Schweizerfahnen hervorlugen. Die Strecke lässt sich ohne weiteres auch mit dem Carbon-Flitzer abspulen (Achtung Kuhfladen!). Allerdings nur bis nach Kemmeribodenbad («Merängge»-Pause»!).

Danach führen uns die Veloland-Wegweiser nicht nur auf eine Mountainbike-Route, sondern gar auf einen Bergwanderweg. Es folgt, was jeder Wanderer kennt: Kuhzäune, grobes Geröll und Steigungen, die selbst den Mountainbiker zum Absteigen zwingen, der uns zuvor, noch eben zackig pedalierend, überholt hat. Eingeklemmt zwischen Hohgant, Tannhorn und Schrattenflue schieben wir also unsere Velos ein paar Meter hoch, grüssen artig Rotsocken, bis wir endlich den höchsten Punkt unserer Tour erreichen: Das Salwideli auf 1317 Metern über Meer. Nun folgt ein Zückerli nach dem andern: Fabelhafte Ausblicke auf den Schrattenflue-Karst und eine rasante Abfahrt nach Flüeli, wo Postautobusse warten, die mit Velovorrichtungen ausgestattet sind.

Die Journalisten Urs-Ueli Schorno und Raphael Zemp sind entlang der Kantonsgrenzen mit ihren Velos auf die Tour de Lucerne gegangen. Alle Artikel finden Sie hier.

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