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Wochenende der Messen: Alt und Jung rüsten sich auf der Allmend für die Zukunft

In Luzern finden an diesem Wochenende gleich zwei Messen statt, die Zebi und die Messe Zukunft Alter. Wir waren zu Besuch.
Chiara Zgraggen (Text), Corinne Glanzmann (Bilder)

Der junge Mann mit dem Irokesenschnitt ist bald mit seiner Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt fertig: Samuel Bachmann (links) aus Hildisrieden. Sein Pullover lässt erahnen, dass er eine Leidenschaft für Musik hegt. «Ich würde gerne eine Zweitausbildung in Richtung Soundtechnik oder Bühnenbau machen», erzählt er.

«Eigentlich wollte ich Schreiner werden», berichtet Gian Egger. Jetzt ist der Zuger hingegen im zweiten Lehrjahr zum Maurer. Doch wie kam es zum geänderten Berufswunsch? Er sei damals an der Zentralschweizer Bildungsmesse (Zebi) gewesen und habe sich den Maurerstand angeschaut, erzählt er. «Das hat mein Interesse geweckt». Nach einigen Schnupperlehren war klar: Er wird Schreiner. So gefällt ihm am besten die Vielseitigkeit am Maurerberuf. Seine Präferenz liegt aber beim «Maurern selbst». Derzeit spiele er mit dem Gedanken, nach seiner Lehre Architektur zu studieren.

«Wie bist du darauf gekommen, Informatikerin zu werden?», frage ich Georgia Forster aus Malters - und trete gleich in ein Fettnäpfchen. Denn: Obwohl Informatik eng mit ihrem Beruf der ICT-Fachfrau verknüpft ist, sind laut ihr die Aufgaben in der Berufspraxis verschieden. Sie befindet sich nun im zweiten Lehrjahr und ist eine von drei Frauen in einer Klasse von 25 Lehrlingen.

Gleich vis-à-vis der Maurer präsentieren sich die Kaminfeger. «Chämifäger»? Ist das nicht ein aussterbender Beruf? Michael Grau verneint. «Unseren Beruf wird es auch in Zukunft noch geben, einfach anders». Bisher gäbe es auch noch wenige Nachwuchsprobleme. Um die meisten Oberstufenschüler buhlen sie an der Zebi - mit Erfolg, wie Michael Grau sagt.

Unter www.berufsberatung.ch erhalten Sie Informationen zu den verschiedenen Berufen.

Hallenwechsel. Auf den ersten Blick wird klar: War der Männeranteil in der Halle der Metallbaukonstrukteure, Maurer und Informatiker höher, dominiert hier der Anteil an Frauen. Vor allem im Eingangsbereich werden gesundheitliche Berufe wie Medizinische Praxisassistentin (MPA) oder Fachfrau Gesundheit (FaGe) präsentiert. Der Gender-Gap in der Berufswelt scheint auch an der Zebi noch nicht ganz überwunden zu sein. Nichtsdestotrotz: Im hinteren Teil der Halle werden vermehrt «männertypische» Berufe wie Berufsmilitär oder Polizist vorgestellt.

Melanie Burri befindet sich im dritten Ausbildungsjahr zur Fachfrau Operationstechnik HF. Sie sagt:

«Mit diesem Beruf wird man immer eine Anstellung finden.»

Obwohl sie sich am ehesten für einen gesundheitlichen Beruf wie FaGe interessiert, schaut Samira Kunz an der Zebi über ihren Tellerrand hinaus und spricht mit Restaurationsfachmännern oder Köchen. Zur Entscheidungsfindung bleibt der Mauenseerin noch genügend Zeit - sie befindet sich derzeit in der ersten Oberstufe.

Ihn führte sein Kindestraum zur Polizei: Daniel Bächler aus Malters. Wie er sagt, interessieren sich Personen verschiedener Altersgruppen für den Polizeiberuf. Aber auch hier käme es teilweise zu Engpässen bezüglich der Rekrutierung von fähigen Polizisten.

«Ich habe schon immer gerne Zuhause gekocht. Deshalb habe ich mich für die Lehre zur Köchin entschieden»,

sagt Vanessa Wyss aus Büron. Sie ist derzeit in der Hälfte ihrer Ausbildung. Wie es für sie danach weitergehen soll, weiss sie derzeit noch nicht. Eines scheint jedoch klar: «Ich werde sicher in der Gastronomie bleiben.»

In der Bildergalerie gibt es weitere Impressionen von der Zebi:

(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
Im Bild Ivan Rohrer aus Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)Im Bild Ivan Rohrer aus Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
Im Bild Kevin Haag am Stand der HSR. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)Im Bild Kevin Haag am Stand der HSR. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
Im Bild von links Jil Konzelmann, Leonie Haag und Lynn von Moos am Stand von KV Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)Im Bild von links Jil Konzelmann, Leonie Haag und Lynn von Moos am Stand von KV Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
Im Bild Dominique Eberli (Mitte) und Nikolaj Kralik (rechts) am Stand des Bildungszentrum f. Technologie und Management. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)Im Bild Dominique Eberli (Mitte) und Nikolaj Kralik (rechts) am Stand des Bildungszentrum f. Technologie und Management. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
Im Bild Nicolas Albert gibt Auskunft am Stand der Schweizergarde. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)Im Bild Nicolas Albert gibt Auskunft am Stand der Schweizergarde. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)(Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 7. November 2019)
13 Bilder

Impressionen von der Zentralschweizer Bildungsmesse Zebi

Szenenwechsel. Zeitgleich mit der Zebi findet die Messe Zukunft Alter statt. Auf der Website wird diese mit den Worten «Wohnen im Alter – Bauen fürs Alter» beworben. Gemeint sind Verkaufs- oder Beratungsstände zu Themen wie Mobilität, Ernährung oder auch Finanzen.

Während Seraina Kastl zwei Senioren über Ohrschützer informiert und dabei fotografiert wird, spreche ich mit ihrer Arbeitskollegin. Sie ist der Ansicht, dass das Gehör bei allgemeinen Gesundheitschecks oftmals vernachlässigt werde. «Dabei sollten gerade junge Leute Hörtests machen», sagt sie.

Am Steuer: Stefan Kälin. Er lässt sich von Samuel Feller zeigen, wie er sich in Zukunft fortbewegen könnte.

«Wir sind da, um zu sehen was wir so gebrauchen könnten.
Und wegen Carlo Brunner»,

sagt eine der Begleiterinnen von Stefan Kälin. So seien sie froh um Tipps, wie die «Altersgebrechen» mit Technik ausgeglichen werden können.

Die Altersdiskriminierung ist Bestandteil des Ausstellungsangebots von «Avenir50plus».

Gleich nebenan berät Vreni Grütter (rechts) Besucher über das Angebot der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter. Die Organisationen hilft Senioren beispielsweise, wenn sie übers Ohr gehauen wurden.

Zur ihrer Linken befindet sich Iris Gauckler aus Zürich. Diese Dame sollte man auch mit ihren 80 Lebensjahren nicht unterschätzen, denn wie sie sagt, ist sie heute vom Bahnhof Luzern bis zur Allmend zu Fuss unterwegs gewesen.

Die Zebi und die Messe Zukunft Alter dauern noch bis zum 10. November 2019.
Mehr Informationen zu Öffnungszeiten oder Ticketpreisen finden Sie unter www.zebi.ch/de/ sowie www.messe-zukunft-alter.ch.

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