Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WOHNEN IM ALTER: Gemeinde Malters soll Fakten liefern

Malters arbeitet schon seit fünf Jahren an einem Konzept. Nun wird ein verbindlicher Terminplan gefordert.
Sandra Monika Ziegler
Der 97 Meter hohe Kirchturm. (Bild: Pius Amrein (Malters, 11. November 2014))

Der 97 Meter hohe Kirchturm. (Bild: Pius Amrein (Malters, 11. November 2014))

Mit welchem Modell der Altersbetreuung will die Gemeinde Malters in die Zukunft gehen? Wird ein Neubau am jetzigen Standort des Altersheims Bodenmatt in Kombination mit einer Umnutzung der Bodenmatt favorisiert, oder kommt gar ein Neubau am Dorfrand – etwa auf der Dangelbachmatte – zum Zug? Will die Gemeinde das künftige Altersheim in Eigenregie realisieren oder den Betrieb auslagern?

Solche Fragen stellen sich nicht nur die Parteien, sondern auch Teile der Bevölkerung, wie sich diverse Parteivertreter gegenüber unserer Zeitung äusserten. Denn während die politische Diskussion mit Begleitgruppe und erweiterter Kommission für Altersfragen in vollem Gange sei, hinke die öffentliche Information mächtig hinten nach.

«Ausser Papier nichts Konkretes»

Die Kommission für Altersfragen ist zum Entscheid gelangt, dass die Ensemble-Lösung Muoshof die beste Lösung sei. Diese sieht einen Neubau des Pflegeheims Muoshof vor und am Standort des Altersheims Bodenmatt betreutes Wohnen und die Integration der Spitex.

Doch diese Variante vermochte den Gemeinderat nicht vollends zu überzeugen – er lässt weiter evaluieren. Er ziehe dazu externe Kräfte bei und verursache so noch mehr Kosten, wie Rolf Sidler (SVP) den Planungsprozess beschreibt. «Sinn und Zweck der erneuten Abklärungen lassen auch die Frage zu: Wie ernst wird eigentlich die Kommissionsarbeit genommen?» Sidler ist Mitglied der Kommission für Altersfragen und Präsident der Bürgerrechtskommission. Er kommt zum Schluss: «Ausser Papier und Kosten wurde bisher nichts Konkretes produziert.»

Ebenfalls kritisch sieht die Interessengemeinschaft Malters (IGM) das Vorgehen. Besonders sauer stösst ihr die Überprüfung des Standortes Dangelbachmatte auf. Dies nicht nur, weil das Gebiet zu weit weg vom Zentrum und die angrenzende Industriestrasse zu stark befahren sei. Sondern auch, weil dieser Standort bereits vor Jahren abgeklärt wurde, wie Paul Furrer von der IGM sagt. Furrer ist auch Mitglied der erweiterten Kommission für Altersfragen und ärgert sich: «Warum dies nun erneut überprüft wird, ist unverständlich und sehr stossend. Die Gemeinde hat bis dato genug Abklärungen gemacht. Jetzt sind Fakten erwünscht.» Auf den Punkt bringt den Ärger SVP-Präsident Moritz Bachmann: «Die weiteren Abklärungen lassen stark vermuten, dass der Gemeinderat das ganze Projekt verzögern will. Eine andere Erklärung gibt es kaum mehr.» Bachmann denkt auch an das Defizit, das laut Budget mit 1,3 Millionen Franken zu Buche schlagen wird: «Bei dieser Finanzlage wäre es an der Zeit, vorwärtszumachen.» Laut SVP seien bisher an die 400000 Franken verplant worden.

FDP sieht keinen Zeitdruck

Weniger Aufregung herrscht bei der FDP. «Die FDP möchte vor einer Entscheidung, dass sämtliche Aspekte geprüft und in einem Planungsbericht zusammengefasst werden», sagt FDP-Mitglied Ruedi Amrein. Den Entscheid erwarte man bis Ende 2018. Die Partei fordert aber, dass Parteien in die Lösungsfindung besser eingebunden und informiert werden. Zeitdruck, weil die kantonale Bewilligung für die Aufstockung von 67 auf 84 Betten nur bis Ende 2019 gilt, sieht die FDP nicht. Die CVP bevorzugt klar die Ensemble-Lösung und will eine rasche Umsetzung (Ausgabe vom 3. Oktober).

Sozialvorsteherin Christine Buob (CVP) stellt in Aussicht, dass der Planungsbericht zu Beginn des nächsten Jahres zur Vernehmlassung den Parteien vorgelegt wird und es auch im Jahr 2018 noch zu einer Volksabstimmung kommen wird.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.