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Kommentar

Wohnraum muss in der Stadt Luzern für die lokale Bevölkerung erhalten bleiben

Die Luzerner SP will die kommerzielle Vermietung von Stadtwohnungen stärker regulieren, weil die lokale Bevölkerung leidet.
Beatrice Vogel
Beatrice Vogel

Beatrice Vogel

Airbnb ist bei Touristen beliebt. Über die Online-Plattform lassen sich ganze Wohnungen temporär mieten. Viele Städtereisende bevorzugen diese Übernachtungsform gegenüber Hotelzimmern, weil sie oft günstiger ist. Lukrativ ist die eigentliche Sharing-Plattform auch für kommerzielle Anbieter. Mittlerweile gibt es in Luzern ganze Häuser, die nur Airbnb-Wohnungen beinhalten. Dies ist der SP ein Dorn im Auge. Sie möchte die kommerzielle Vermietung über Airbnb stärker reguliert sehen.

Welches Ausmass ein unreguliertes Airbnb-Angebot annehmen kann, zeigen Städte wie Barcelona oder Amsterdam, wo ganze Häuserzeilen für Touristen reserviert sind. Darunter leidet die lokale Bevölkerung, deren Wohnraum schwindet. Schweizer Städte tun gut daran, es nicht soweit kommen zu lassen. Der Wohnraum muss für die lokale Bevölkerung erhalten bleiben.

Es ist deshalb richtig, dass die SP Luzern eine Regulierung fordert, bevor die Situation prekär wird; derzeit wird knapp ein Prozent aller Wohnungen in der Stadt Luzern kommerziell vermietet. Eine mögliche Lösung zeigt das Beispiel Genf, wo eine Befristung eingeführt wurde: Wohnungen dürfen höchsten 60 Tage pro Jahr über Plattformen wie Airbnb vermietet werden. So geht der ohnehin schon knappe Wohnraum nicht verloren und der sinnvolle Gedanke von Airbnb bleibt erhalten: Die temporäre Vermietung tatsächlich bewohnter Wohnungen.

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