WOHNUNGSBAU: Wohnungsnot - Flucht in die Agglomeration

In Zukunft wird der billige Wohnraum in der Stadt knapp. Darum erschliesse man die Agglomeration, sagt ein Regierungs&syh;rat.

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Genossenschafts-Häuser an der Himmelrichstrasse in Luzern. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Genossenschafts-Häuser an der Himmelrichstrasse in Luzern. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Der Kanton Luzern ist ein attraktiver Wohnkanton: Nur 0,81 Prozent der Woh­nun­gen waren im Jahr 2008 frei. In der Stadt sind es gar nur 0,37 Prozent. Bei unter einem Prozent spricht man von Wohnungsnot.

Knappes Angebot und hohe Nachfrage lassen auch die Bodenpreise steigen: Die Wohnbaugenossenschaften können kaum mehr mit den Anbietern von teureren Wohnungen mithalten.

Die Baugenossenschaft Pro Familia Luzern wirbt zwar mit dem Slogan «zentral und günstig». Zentrale Wohnungen erstellt die Genossenschaft aber kaum mehr. Auch beim Kauf von bereits bestehenden Wohnungen gebe es Probleme, sagt Benno Koller, Liegenschaftsverwalter der Pro Familia. «Wenn wir mit Banken mitbieten, sitzen wir am kürzeren Hebel», so Koller.

Die Stadt als Wohnzone für Reiche? «Das bezweifle ich», sagt Marcel Schwerzmann, Regierungsrat und zuständig für das Dossier Immobilien. Der Anteil von Genossenschaftswohnungen sei relativ hoch – über 10 Prozent aller Mietwohnungen gehören einer Genossenschaft – ausserdem böten auch Private günstige Wohnungen an.

Allerdings, so Schwerzmann: «Die Preise in den Stadtzentren werden langfristig ansteigen. Um den Siedlungsdruck zu verteilen, haben wir in den letzten Jahren die Naherschliessung der Aussenquartiere und der Agglomeration durch den öffentlichen Verkehr verbessert.»

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.

Hinweis:
Heute Samstag um 18 Uhr führt die Juso Luzern am Bahnhofplatz eine Kundgebung zum Thema «Günstiger Wohnraum jetzt – Zeltstadt oder Weltstadt?» durch. Über die Initiative des Luzerner Mieterinnen- und Mieterverbandes für zahlbares und attraktives Wohneigentum wird am 27. September abgestimmt.