WOHNUNGSMARKT: Leer stehende Wohnungen sind weiterhin rar

Am 1. Juni 2010 standen im Kanton Luzern 1188 Wohnungen leer. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Leerwohnungsziffer geringfügig von 0,64 auf 0,71 Prozent an.

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In der Stadt Luzern gab es am 1. Juni 223 leer stehende Wohnungen. (Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

In der Stadt Luzern gab es am 1. Juni 223 leer stehende Wohnungen. (Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Zahl der im Kanton Luzern leer stehenden Wohnungen (inklusive Einfamilienhäuser) nahm im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozent auf 1?188 Wohnungen zu. Davon standen 84 Prozent zur Miete und 16 Prozent zum Verkauf, heisst es in einer Medienmitteilung von Statistik Luzern (lustat). Die Leerwohnungsziffer stieg um 0,07 Prozentpunkte und lag neu bei 0,71 Prozent.

Etwas mehr freie Mietwohnungen
Die gestiegene Zahl leer stehender Wohnungen ist auf eine Zunahme bei den unbesetzten Mietwohnungen zurückzuführen. Am Stichtag (1. Juni 2010) standen 998 Mietwohnungen leer, was einem Anstieg um 15,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Leerstände bei den Eigentumswohnungen verringerten sich hingegen innert Jahresfrist um 8,2 Prozent auf ein Total von 190.

Leer stehende grössere Wohnungen mit 5 und mehr Zimmern wurden im Kanton Luzern insgesamt 202 gezählt, gemessen am Wohnungsbestand in dieser Grössenklasse war nur ein kleiner Teil der Wohnungen unbesetzt. Weit mehr leer stehende Wohnungen gab es am Stichtag bei den 3- und 4-Zimmer- Wohnungen, nämlich 345 respektive 375. Der Leerwohnungsbestand in diesem Segment ist seit 2009 um rund 100 Wohnungen gewachsen. Einen grösseren Sprung machte auch die Leerwohnungsziffer der 2-Zimmer- Wohnungen, die sich um 0,15 Prozentpunkte auf 0,92 Prozent erhöhte. Insgesamt standen im Kanton Luzern 164 Wohnungen dieser Grösse leer, 27 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der leer stehenden 1-Zimmer-Wohnungen kam unverändert bei 102 zu liegen.

Kaum freie Wohnungen um den Sempachersee
Ausgesprochen wenige leer stehende Wohnungen zählten wie in den letzten Jahren die sieben Gemeinden rund um den Sempachersee. Von total 12'021 Wohnungen wurden lediglich 19 als leer stehend gemeldet, was für diese Region eine Leerwohnungsziffer von 0,16 Prozent ergibt. Geringe Leerstände hatten auch mehrere Gemeinden des Agglomerationsgürtels, darunter die Gemeinden Kriens und Horw, die eine Ziffer von 0,18 respektive 0,26 aufwiesen. In der Stadt Luzern befanden sich 223 leer stehende Wohnungen, rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr; die Leerwohnungsziffer stieg von 0,45 auf 0,53 (Zahlen inklusive Littau).

pd/zim/bb