WOLF IM ENTLEBUCH: Hat der Luzerner Wolf bald ausgeheult?

Am Montag wird publik, ob der Entlebucher Wolf weiterleben darf. Kein Kanton hat mehr Erfahrung im Umgang mit Wölfen als das Wallis, und ein Blick in diese Region zeigt, dass diese Frage die Emotionen im Volk hochkochen lässt.

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Der Wolf in der Zentralschweiz - hier im Goldauer Tierpark. (Bild Andrea Schlebert/Neue SZ)

Der Wolf in der Zentralschweiz - hier im Goldauer Tierpark. (Bild Andrea Schlebert/Neue SZ)

Bekannt ist, dass im Wallis seit 1998 sechs Wölfe durch Menschenhand den Tod fanden. Vier erlagen bei der vom Staat angeordneten Jagd. Das erste Tier wurde Opfer eines anonymen Schützen. Und das sechste schliesslich rannte 1999 vor das Auto von Hermann Squaratti.

Dieser wurde dann von einigen gefeiert und sogar mit einer Trophäe ausgezeichnet, von andern aber als Mörder beschimpft. Dies zeigt, dass beim Thema Wolf die Sachlichkeit bisweilen auf der Strecke bleibt.

Der jahrelange Chef über die Walliser Jagd, Narcisse Seppey, sagt zum Entlebucher Wolf klar: «Schiessen!» Graubündens Jagdinspektor Georg Brosi meint jedoch: «Beim Entlebucher Wolf gibts keinen Grund zum vorschnellen Handeln.» Wie der Entscheid der Behörden über den Entlebucher Wolf am Montag auch lautet: So oder so werden auch hier erbitterte Gegner zurückbleiben.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».