Wolf im Raum Flühli/Sörenberg vermutet

Auf ungeschützten Heimweiden im Raum Flühli/Sörenberg sind zwei Schafe gerissen worden. Vermutlich von einem Wolf.

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Herdenschutzhunde wie hier auf der Alp Schönenbühl bieten den Schafen Schutz vor dem Wolf. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Herdenschutzhunde wie hier auf der Alp Schönenbühl bieten den Schafen Schutz vor dem Wolf. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Seit dem 22. September hat vermutlich ein Wolf im Raum Flühli/Sörenberg zwei Schafe auf ungeschützten Heimweiden gerissen. Das teilt die Abteilung Fischerei und Jagd der Dienststelle Landwirtschaft und und Wald am Donnerstag mit. Ein Lamm wird noch vermisst.

Definitiver nachweis fehlt noch

Bei den gerissenen Schafen wurden Proben genommen, die genetisch analysiert werden. Der definitive Nachweis, ob es sich tatsächlich um Wolfsrisse handelt, ist somit noch hängig. Die Schafhalter im gefährdeten Gebiet werden aufgerufen, ihre Tiere über Nacht einzustallen. Besonders gefährdet sind Schafe auf Weiden im Voralpengebiet in der Umgebung von Wäldern, Bachtobeln und Geländestrukturen, welche dem Wolf eine schützende Deckung zur nächtlichen Annäherung an die Herde bieten.

Herdenschutz zeigt Wirkung

Der letzte Wolfsriss datiert laut Mitteilung vom 5. Mai 2011. Während der Sömmerungszeit wurden im Kanton Luzern keine Schafe vom Wolf gerissen. Dies ist in erster Linie auf den Herdenschutz zurückzuführen, der dank der guten Zusammenarbeit mit den Schafhaltern und Älplern umgesetzt werden konnte.

pd/zim