WOLF: Kunz will den Wolf nach Rumänien ausschaffen

Der Luzerner SVP-Nationalrat Josef Kunz möchte den Wolf einfangen lassen. Danach sollte er nach Rumänien ausgeschafft werden. Denn: «Da hat er mehr Platz».

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Josef Kunz zeigt wenig Gastfreundschaft für den Wolf in der Schweiz. Im Bild spricht er an einer Bauernkundgebung im August in Sempach. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Josef Kunz zeigt wenig Gastfreundschaft für den Wolf in der Schweiz. Im Bild spricht er an einer Bauernkundgebung im August in Sempach. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der Luzerner SVP-Nationalrat Josef Kunz glaubt nicht, dass die Schafe durch mehr finanzielle Mittel für den Herdenschutz vor dem Wolf geschützt werden können. «Mehr Geld für Herdenschutz nützt nichts, solange der Wolf keine Feinde in der Natur hat», sagt er der «Neuen Luzerner Zeitung». Kunz schlägt deshalb vor, den Wolf einzufangen und dorthin zurückzubringen, wo er hergekommen sei - zum Beispiel Italien. «Oder man verfrachtet die gefangenen Tiere in andere Gebiete, wo sie Platz haben, beispielsweise nach Rumänien oder Bulgarien, und setzt sie dort aus.»

Kunz hegt den Verdacht, dass die Wölfe in der Schweiz ausgesetzt worden sind. Beweisen könne er dies aber nicht, erklärt er weiter.

Laut Jean-Marc Weber, Wolfexperte bei der Kora (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz), ist es aber praktisch unmöglich, einen Wolf einzufangen. Laut Weber befinden sich derzeit rund 15 Wölfe in der Schweiz. 

Eva Novak

Das ausführliche Interview lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.