WOLF: Verschläft Luzern den Herdenschutz?

Schafhalter und Kanton warten mit Schutzmassnahmen für Schafherden zu. Jetzt gibts Kritik vom Herdenschutz: Es brauche mehr Hunde und mehr Geld.

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Oliver Hess, Herdenschutzbeauftragter der Zentralschweiz. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Oliver Hess, Herdenschutzbeauftragter der Zentralschweiz. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Wolf «M24» streift weiterhin durch das Entlebuch und das Pilatusgebiet. Für die nächste Sömmerung der Schafe sollen Massnahmen zum Herdenschutz ergriffen werden – unter anderem mit eigens dafür ausgebildeten Hunden. Für Christian Aeschlimann, Präsident des Luzerner Schafzuchtverbands, liegt der Ball beim Kanton. «Der Herdenschutz kann nicht den einzelnen Schafhaltern überlassen werden, wir brauchen überbetriebliche, regionale Lösungen. Der Kanton hat uns versprochen, da aktiv zu werden.»

Seit der erste Wolf vor 10 Jahren in die Schweiz gekommen sei, hinke man dem Wolf hinterher und reagiere erst nach Schafrissen, statt die Initiative zu übernehmen, sagt Oliver Hess, Herdenschutzbeauftragter der Zentralschweiz. Er befürchtet, dass in Luzern zu lange mit konkreten Massnahmen gewartet wird. Nach dem ersten Schafriss im Sommer bekomme er jeweils zu viele Anfragen für seine Herdenhunde. Generell stünden viel zu wenig ausgebildete Hunde zur Verfügung.

Lukas Scharpf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.