WOLFENSCHIESSEN: Mutter der vermissten Elfjährigen wird befragt

Sechs Tage nach dem Drama bei Wolfenschiessen ist die Mutter des vermissten Mädchens zum ersten Mal polizeilich befragt worden. Die Suche nach den vermissten Kinder wurde indessen fortgesetzt.

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Ein Taucher steigt bei Buochs in den See. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ein Taucher steigt bei Buochs in den See. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Befragung der Frau hat am Donnerstagmorgen begonnen, wie ein Sprecher der Nidwaldner Kantonspolizei auf Anfrage sagte. Die 46-Jährige war bisher nicht einvernahmefähig gewesen und hat unter Betreuung gestanden. Sie hatte ihre Tochter gemeinsam mit einem Baby und dessen vierjähriger Schwester einer anderen Familie am vergangenen Freitag vom Bahnhof Luzern aus alleine nach Hause geschickt. Nur die Vierjährige war in der Nacht durchnässt bei einem Bauernhaus in Grafenort wieder aufgetaucht.

Baselbieter Polizei schickt Taucher
Die Suche nach den zwei vermissten Kindern wird unterdessen im Vierwaldstättersee fortgesetzt. Im Laufe des Tages werden die Einsatzkräfte zudem von zehn Tauchern der Baselbieter Polizei verstärkt, wie Polizei bekannt gab. Diese haben sich zu Gunsten eines Trainings zur Verfügung gestellt.

Zwei Boote der Seepolizei und der Feuerwehr nahmen am Morgen die Suche in der Seebucht Buochs/Ennetbürgen in Angriff. Zusätzlich wird der Seegrund vom Bergungsschiff Kon-Tiki der Luzerner Tauchsportgruppe Poseidon beobachtet.

Die Taucher hatten den Einmündungsbereich der Engelberger Aa in den Vierwaldstättersee bereits am vergangenen Dienstag- und Mittwochabend bei trüber Sicht abgesucht. Weder ihr Einsatz noch die Bemühungen der Polizei und Feuerwehr hatten in den vergangenen Tagen zu neuen Erkenntnissen geführt. So wurden lediglich Gegenstände, darunter ein Nuggi mit dem Namen des verschwundenen Halbjährigen gefunden.

ap