WOLFGANG SIEBER: Frischluft für den Surround-Organisten

Wolfgang Sieber erhält den Kunstpreis der Stadt Luzern. Und sagt, wie Pop, Volks- musik und acht Kinder ihn als Organisten inspirieren.

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Wolfgang Sieber an der Orgel der Hofkirche in Luzern. (Bild Roger Grüter/Neue LZ)

Wolfgang Sieber an der Orgel der Hofkirche in Luzern. (Bild Roger Grüter/Neue LZ)

«Der Surround-Sound ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts!» Wolfgang Siebers Augen leuchten, wenn er von seiner Hoforgel spricht: «Damals schon schwärmte der Orgelbauer Haas, dass man ganz neue Klangwirkungen erzielen könne, wenn man Orgelwerke an verschiedenen Orten platziere. Sein Fernwerk 1862 war ein erster Schritt in diese Richtung.» Sieber selbst geht jetzt weiter. Er sucht Sponsoren, um im Chor das Echowerk neu zu installieren. Das sind 1500 romantische Orgelpfeifen, die heute eingelagert sind.

Die Leidenschaft für die weltberühmte Hoforgel, die ihn vor 19 Jahren nach Luzern lockte, ist nur eine Triebfeder für Wolfgang Siebers umtriebiges Wirken als Organist, für das er am Sonntag den Kunstpreis der Stadt Luzern erhält. Er bringt das Kircheninstrument mit Jazz, Volksmusik oder Latin zusammen. 

«Ob Volksmusiker oder Jazzer: Alle bringen spannende Ideen mit.» Eine andere Inspirationsquelle sind die eigenen Kinder: «Letztes Jahr spielte mir einer meiner Söhne einen Song vor, den er toll fand. Mit einem meiner Orgelschüler habe ich das im Gottesdienst später eingebaut.» 

Urs Mattenberger

Einen ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.