WOLHUSEN: Dämpfer für Umfahrungspläne in Wolhusen

Der Kampf um neue Strassen im Kanton Luzern ist in vollem Gang. Extrem aktiv sind die Wolhuser. Doch ihre Karten stehen nicht besonders gut.

Lukas Nussbaumer
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Rushhour vor Wolhusen. An Spitzentagen wälzen sich bis zu 14'000 Autos täglich durch das Dorf. (Archivbild Philipp Schmidli)

Rushhour vor Wolhusen. An Spitzentagen wälzen sich bis zu 14'000 Autos täglich durch das Dorf. (Archivbild Philipp Schmidli)

Die Wolhuser kämpfen seit bald 60 Jahren für eine Umfahrung ihres Dorfs. Jetzt, 13 Monate vor der Behandlung des Strassenbauprogramms im Kantonsrat, haben sie ihr Lobbying verstärkt. Ziel ist, das 100-Millionen-Projekt ab 2019 realisieren zu können. Luzerns Baudirektor Robert Küng ist jedoch skeptisch, wie er gegenüber unserer Zeitung sagt: Das Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten sei ungünstig. Eine erneute Verkehrszählung soll darüber Aufschluss geben, wie gross das Verkehrsaufkommen tatsächlich ist. Derzeit geht man davon aus, dass sich an Spitzentagen bis zu 14'000 Autos durch das Dorf wälzen.

Geheimnis wird am 23. Oktober gelüftet

Das sieht Guido Roos, Geschäftsführer des Gemeindeverbands Region West, anders. Die Umfahrung sei für die wirtschaftliche Entwicklung der Region von höchster Priorität. Wer Geld in die Umfahrung stecke, investiere gleichzeitig in den Kanton Luzern, ist Roos überzeugt.

Mit welcher Priorität die Regierung die Umfahrung Wolhusen vorantreiben will, gibt Baudirektor Robert Küng am 23. Oktober bekannt.