Wolhusen: Defizit trotz Steuererhöhung

Trotz einer geplanten Steuererhöhung auf 2,4 Einheiten budgetiert die Gemeinde Wolhusen für 2012 ein Minus von über 1,8 Millionen Franken. Ohne Steuererhöhung beläuft sich das Defizit auf über 2 Millionen.

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Gegenüber dem Vorjahr budgetiert die Gemeinde Wolhusen für 2012 zwar ein um 52'700 Franken besseres Ergebnis. Der Aufwandüberschuss der Gemeinde fällt mit über 1,8 Millionen Franken aber immer noch relativ hoch aus. Der Gesamtaufwand wird mit 26,9 Millionen Franken (Budget 2011: 27,2 Millionen) und der Gesamtertrag mit 25,1 Millionen Franken (25,3 Millionen) berechnet.

Kanton soll einspringen

Wie die Gemeinde mitteilt, basiert das Budget auf einem um 0,10 auf 2,40 Einheiten erhöhten Steuerfuss. Bei einem Verzicht auf die Steuererhöhung würde der Voranschlag um weitere 360'000 Franken schlechter ausfallen. Das Defizit sei auf Mehraufwände in den Bereichen öffentliche Sicherheit, soziale Wohlfahrt und Steuern zurückzuführen.

Der veranschlagte Aufwandüberschuss sei strukturbedingt. Die Gemeinde Wolhusen sei nicht in der Lage, in den nächsten Jahren weitere, massive Aufwandüberschüsse aus eigener Kraft abzuwenden. Der Gemeinderat werde sich daher auf politischer Ebene weiter für Strukturänderungen einsetzen und nach Vorliegen der Jahresrechnung 2011 den Regierungsrat um einen Sonderbeitrag ersuchen. Die Bedingung dafür sei aber eine Erhöhung des Steuerfusses.

pd/bep