Drei Häuser sollen im Wolhuser Dorfkern einem Neubau weichen

Eingangs des Dorfzentrums Wolhusen ist ein Wohn- und Geschäftshaus geplant. Das letzte Wort hat das Volk.

Yasmin Kunz
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Eine Visualisierung des Wohn- und Geschäftshauses an der Stampfelistrasse in Wolhusen. (Bild: PD)

Eine Visualisierung des Wohn- und Geschäftshauses an der Stampfelistrasse in Wolhusen. (Bild: PD)

Im Wolhuser Dorfkern – wo sich die Menznauer- und Stampfelistrasse gabeln – soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Es handelt sich dabei um drei Parzellen, die zusammen 1525 Quadratmeter gross sind. Zwei Parzellen gehören gemäss dem «Entlebucher Anzeiger» den Geschwistern Schnider und eine ist in Besitz der HW3 Plus AG. Diese Aktiengesellschaft setzt sich aus der Cristall Gebäudereinigung AG, der Zihlmann AG und der Jost Renggli AG zusammen. Aktuell steht auf jeder Parzelle ein Haus. Die drei Gebäude sind alt und sanierungsbedürftig.

Das Architekturbüro Kurmann Architekten AG aus Menznau, welches mit der Planung des Neubaus beauftragt wurde, will die bestehenden Gebäude abreissen und dort ein Wohn- und Geschäftshaus realisieren. Das geplante Haus beinhaltet auf vier Stockwerken 22 Wohnungen mit zweieinhalb bis viereinhalb Zimmern, sowie eine ebenerdige Einstellhalle mit 22 Parkplätzen.

Innenhof mit Spiel- und Aufenthaltsbereich

Die Hauskanten sollen abgerundet werden, um die Strassengabelung physisch im Gebäude wiederzugeben. Auf dem geschützten Innenhof soll ein Spiel- und Aufenthaltsbereich entstehen. Andi Kurmann, Geschäftsführer des gleichnamigen Architekturbüros, sagt: «Das Gebäude ist markant und markiert den Eingang ins Dorfzentrum.» Besonders geschätzt habe er beim Projekt, dass man mit den Eigentümern der jetzigen Liegenschaften ein gemeinsames Projekt erarbeiten konnte. «Das ist eine sehr lobenswerte Zusammenarbeit, wie sie nicht so häufig vorkommt.»

Lobende Worte findet auch Peter Bigler, Gemeindepräsident von Wolhusen: «Das ist ein sehr gelungenes Projekt, welches auch einem Bedürfnis unserer Bürgerinnen und Bürger entspricht. Sie wünschen sich bezahlbaren Wohnraum im Zentrum, also moderate Mietzinse im Vergleich zu Wohnungen in den Agglomerationsgemeinden.» Aktuell liegt das Projekt öffentlich auf. Der FDP-Politiker geht jedoch davon aus, dass der Neubau in der Bevölkerung gut ankommt. Die Abstimmung über den Bebauungsplan wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 stattfinden.

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