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WOLHUSEN: Felssturz: Steine flogen bis zu 200 Meter weit

Ein wuchtiger Felssturz in die Kleine Emme hat am Montagmorgen bei Wolhusen eine Überschwemmung verursacht und erhebliche Gebäudeschäden verursacht. Steine und Gehölz wurden bis zu 200 Meter weit geschleudert.
Der Felssturz blockiert die Kleine Emme in Wolhusen. Das nahestehende Industrieareal wird überschwemmt. (Bild: ZSO Emme (Archiv))

Der Felssturz blockiert die Kleine Emme in Wolhusen. Das nahestehende Industrieareal wird überschwemmt. (Bild: ZSO Emme (Archiv))

Die Absturzstelle aus der Vogelperspektive: Aufräumarbeiten in der Kleine Emme in Wolhusen am Dienstag, 26. Januar 2016 nach dem Felssturz. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Absturzstelle aus der Vogelperspektive: Aufräumarbeiten in der Kleine Emme in Wolhusen am Dienstag, 26. Januar 2016 nach dem Felssturz. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Absturzstelle aus der Vogelperspektive: Aufräumarbeiten in der Kleine Emme in Wolhusen am Dienstag, 26. Januar 2016 nach dem Felssturz. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Absturzstelle aus der Vogelperspektive: Aufräumarbeiten in der Kleine Emme in Wolhusen am Dienstag, 26. Januar 2016 nach dem Felssturz. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Absturzstelle aus der Vogelperspektive: Aufräumarbeiten in der Kleine Emme in Wolhusen am Dienstag, 26. Januar 2016 nach dem Felssturz. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Absturzstelle aus der Vogelperspektive: Aufräumarbeiten in der Kleine Emme in Wolhusen am Dienstag, 26. Januar 2016 nach dem Felssturz. (Bild: Philipp Schmidli)
Josef Imbach ist fassungslos – sein MG-Oldtimer wurde massiv beschädigt. (Bild: Manuela Jans)
Am Tag danach: Das grosse Aufräumen. Ein Mitarbeiter der Imbach AG hilft. (Bild: Manuela Jans)
Herumfliegende Felsbrocken rissen Löcher in mehrere Gebäude. (Bild: Manuela Jans)
Geologen schauen sich den Hang aus der Nähe an. (Bild: Manuela Jans)
Überall liegt das Geröll verteilt (Bild: Manuela Jans-Koch)
Das Schreckensbild von oben - aufgenommen von einer Drohne. (Bild: ZSO Emme)
Ein Bagger räumt die Felsbrocken aus dem Flussbett der kleinen Emme. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Das Geschiebe wird zurückgeschoben: Erste Räumungsarbeiten mit einem Trax. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Von der Badflue sind die Felsmassen herabgestürzt. Rund 5000 Kubikmeter Fels donnerten in die Kleine Emme. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Das erste Wasser ist weg. Gehölze und Geschiebe ist geblieben. (Bild: Leserreporter)
Als sei etwas explodiert: Die Fassade eines Gewerbegebäudes. (Bild: Leserreporter)
Das Vordach mitsamt Industriekran wurde zu Boden gerissen. (Bild: Leserreporter)
Auch das Dach des Wohnhauses (links) zeigt Spuren der Verwüstung. (Bild: Leserreporter)
Ein Bagger entfernt Schlamm und Geröll, im Hintergrund die Felswand mit der Abbruchstelle. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Durch das Molassegestein wurde das Flussbett der kleinen Emme auf einer Länge von ca. 50 x 20 Meter verschüttet. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Der Haufen von Felsbrocken mitten im Fluss, fotografiert in der Nähe der Abbruchstelle. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Mit einem Damm, 1 Meter hoch und 25 Meter breit, versuchten die Einsatzkräfte, die Wassermassen zurück ins Bachbett zu leiten. (Bild: Christian Volken / luzernerzeitung.ch)
Die Kleine Emme trat über die Ufer ... (Bild: Luzerner Polizei)
... und bahnte sich einen neuen Weg entlang des Flussbettes bis Wolhusen Markt. (Bild: Luzerner Polizei)
Gebäude im betroffenen Gebiet wurden vom Wasser geflutet... (Bild: Luzerner Polizei)
... ebenso eine Eisenbahnunterführung. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Dieser Garten wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: Christian Volken / Luzernerzeitung.ch)
Nach den Wassermassen das Aufräumen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Ein Bagger macht den Weg frei, damit das Wasser abfliessen kann. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Feuerwehrleute an der Schadenstelle. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Wasser fliesst durch das Kieswerkareal. (Bild: Leserreporter)
Die Abbruchstelle, aus der Ferne betrachtet. (Bild: Leserbild Edi Ulmi)
Das betroffene Gebiet, aus der Luft betrachtet. (Bild: ZSO Emme)
Diese Felsmassen haben zu Rückstau und zur Überflutung geführt. (Bild: ZSO Emme)
«Das Wasser strömte durch das gesamte Areal unserer Firma», so Geschäftsführerin Brigitte Imbach vom Kies- und Betonwerk Imbach AG. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Bürogebäude, Einstellhalle und das gesamte Kies- und Betonwerk standen gemäss Imbach unter Wasser. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
«Das Wasser hatte einen ziemlichen Zug drauf. Der Schaden kann noch nicht beziffert werden», so Imbach weiter. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Die Kleine Emme fliesst durch diesen Garten. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Das Wasser läuft zurück in die Kleine Emme. (Bild: Pius Amrein (Neue LZ))
Das Wasser hat ein grosses Chaos hinterlassen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Haustüre und Garagentor eines betroffenen Hauses. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Dieser Personenwagen wurde übel zugerichtet. (Bild: Leserreporter)
Auch dieses Nutzfahrzeug geriet in die Wasser- und Gesteinsmassen. (Bild: Leserreporter)
Feuerwehrleute inspizieren die Schäden. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die Feuerwehr errichtete einen Damm, um schlimmeres zu verhindern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Bis am Mittag hatte sich das Wasser flächenmässig weit zurückgezogen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Aus Sicherheitsgründen durfte mit der Räumung des Flussbettes erst am Nachmittag begonnen werden. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Äste und Geröll liegen herum. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Schäden an einem Hausdach. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die Feuerwehr, die mit 80 Personen ausgerückt war, errichtete noch am frühen Morgen quer über die Strasse einen 25 Meter langen und einen Meter hohen Erdwall und spitzte eine Mauer am Fluss ab, damit das Wasser zurück in das Bett fliessen konnte. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Geologe Louis Klaus geht nicht davon aus, dass sich weitere Felsbrocken lösen könnten. Ein aussergewöhnliches Ereignis, das den Felssturz ausgelöste, habe es nicht gegeben. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Der Molassefels sei einfach zum Absturz bereit gewesen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Das überschwemmte Gebiet (blau) und die Gefahrenzone (rot). (Bild: Grafik: Martin Ludwig)
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Felssturz und Überschwemmung in Wolhusen

In der Nacht auf Montag um rund 3 Uhr löste sich in der Badfluh auf 50 Metern Höhe ein rund 5000 Kubikmeter grosses, überhängendes Felsband und stürzte in die Kleine Emme. Der aufgebotene Geologe Klaus Louis sagte, der Fels sei in eine Kiesbank eingeschlagen. Die Wirkung sei wie bei einem Meteoriten gewesen.

Durch die Wucht wurden Steine und Bäume 200 Meter weit in und über das dortige Gewerbe- und Wohngebiet auf die parallel zum Fluss führende Kantonsstrasse und ins dahinterliegende Wiesland geschleudert. Das Material schlug bei einem mehrstöckigen Wohnhaus Ziegeln vom Dach. Die Fassade und die Fenster eines nahe beim Fluss stehenden Gewerbegebäudes wurden beschädigt. Personen kamen dabei keine zu Schaden.

«Glück im Unglück»

Der Felssturz hatte sich links der Kleinen Emme auf dem Gebiet von Wolhusen ereignet, der Schaden betrifft aber vor allem das rechtsufrig gelegene Werthenstein. Die Behörden sprachen von Glück, dass sich der Felssturz in der Nacht ereignet und sich niemand auf der Kantonsstrasse oder im Gewerbegebiet aufgehalten habe. Die Feuerwehr musste 20 Personen vorübergehend aus ihren Häusern evakuieren. Seit Montagabend ist die Strasse zwischen Wolhusen und dem Entlebuch wieder offen.

Wasser strömt durchs Industrieareal

Der Steinschlag staute die Kleine Emme. Deshalb gelangten die Wassermassen und das Geschiebe auf die Hauptstrasse Ausgangs Wolhusen Richtung Entlebuch. Betroffen von der Überschwemmung sind vor allem Industriegebäude aber auch einige Wohnhäuser, eine Schule blieb am Montag geschlossen.

«Das Wasser strömte durch das gesamte Areal unserer Firma», so Geschäftsführerin Brigitte Imbach vom Kies- und Betonwerk Imbach AG. Bürogebäude, Einstellhalle und das gesamte Kies- und Betonwerk standen gemäss Imbach unter Wasser. «Das Wasser hatte einen ziemlichen Zug drauf. Der Schaden kann noch nicht beziffert werden», so Imbach weiter.

Hochwasserschutzmauer zerstört

Auf einer Länge von 50 Metern füllte das Gestein das Flussbett 25 Meter breit und fünf Meter hoch. Der Durchfluss wurde stark reduziert. Zudem zerstörten die Gesteinsmasse eine nach dem Hochwasser von 2005 errichtete Hochwasserschutzmauer auf einer Länge von über zehn Meter.

Die Kleine Emme trat über die Ufer und überschwemmte eine grössere Fläche, wenn auch nicht sehr hoch. Die Feuerwehr, die mit 80 Personen ausgerückt war, errichtete noch am frühen Morgen quer über die Strasse einen 25 Meter langen und einen Meter hohen Erdwall und spitzte eine Mauer am Fluss ab, damit das Wasser zurück in das Bett fliessen konnte.

Bis am Mittag hatte sich das Wasser flächenmässig weit zurückgezogen. Noch immer stand ein Teil des Gewerbegebietes unter Wasser. Aus Sicherheitsgründen durfte mit der Räumung des Flussbettes erst am Nachmittag begonnen werden.

Aufräumarbeiten stehen an

Damit die Felsbrocken aus dem Fluss abtransportiert werden können, müssen sie kleingesprengt werden. Feuerwehrkommandant Beat Zihlmann sagte, dass nun Unterführungen und Keller ausgepumpt würden. Bis dies gemacht sei, könnten keine Angaben zu den Schäden gemacht werden.

Geologe Louis Klaus geht nicht davon aus, dass sich weitere Felsbrocken lösen könnten. Ein aussergewöhnliches Ereignis, das den Felssturz ausgelöste, habe es nicht gegeben. Der Molassefels sei einfach zum Absturz bereit gewesen.

Stromausfall von drei Trafostationen

Das Ereignis führte um 7.47 Uhr zum Ausfall von drei Trafostationen in Werthenstein, wie die CKW mitteilten. Eine Trafostation im Sandmätteli stand im Wasser. In mehreren Haushaltungen fiel vorübergehend der Strom aus.

pd/zim/nop/sda/rem

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