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WOLHUSEN: Fenster dicht im Gemeindehaus!

Den einen fehlt das Geld, den anderen der Zunftnachwuchs. An der Fasnacht können sie gemeinsam darüber lachen bei einem «Schwarzen» natürlich.
«De Leferkönig» der Guuggenmusig Weidfäger Wolhusen am gestrigen Umzug vor dem Gemeindehaus. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

«De Leferkönig» der Guuggenmusig Weidfäger Wolhusen am gestrigen Umzug vor dem Gemeindehaus. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Es sind keine einfachen Zeiten für die Wolhuser. Seit Jahren plagen sie die Sorgen um die serbelnden Gemeindefinanzen. Ab diesem Jahr berappen sie kantonsweit am meisten Gemeindesteuern, nachdem sie im Januar einer Erhöhung des Steuerfusses auf 2,6 Einheiten zugestimmt haben. Von Trübsal gestern im Kreiseldorf aber keine Spur. Fröhlich säumten die überwiegend bunt gewandeten Zuschauer am Umzug der Schneckenzunft die Strasse durchs Dorf. Bei Sonnenschein und einem Kafi Schnaps einem sogenannten Schwarzen – sahen die rund 8000 Zaungäste einen 62 Nummern starken Umzug mit 11 Guuggenmusigen, vielen Sujets – und noch mehr Kafiwagen. Die leere Gemeindekasse war nur einmal Thema. Die Gigezunft Doppleschwand konnte sich einen nachbarschaftlichen Seitenhieb nicht verkneifen. Die Wolhuser sollen ihr Gemeindehaus so sanieren, dass sich die Fenster nicht mehr öffnen liessen. So könnten die Verantwortlichen darin das Geld nämlich nicht mehr durch selbige rauswerfen.

Totengesang für Fasnacht

Am Wolhuser Umzug, der im Turnus mit jenem in Entlebuch stattfindet, nahmen Fasnächtler aus allen umliegenden Gemeinden teil. Auch aus Menznau waren welche gekommen. Allen voran die Seewoog-Gosler, die Guuggenmusig des Dorfes. Nicht mit dabei war die Zapfwälle-Zunft. Sie hatte sich wegen Nachwuchsmangels aufgelöst. Gestern wurde deshalb in Wolhusen die Menznauer Fasnacht zu Grabe getragen. Zu dramatischer Musik senkte der Schnägge-Club Äneonde den Sarg in die Grube. Einige Nummern später schmissen die schwarz gekleideten Mitglieder der temporären Fasnachtsgruppe Menznau schwarze Konfetti ins Publikum. Die Menznauer Fasnacht ist noch nicht ganz tot.

Angy-Burri-Museum und Stöckli-Ski

Erfreulich viele grossformatige Grende waren gestern zu sehen. Guuggenmusigen, aber auch Kleingruppen hatten viel Arbeit in die Gestaltung ihrer Figuren gesteckt. Etwa die Prostrosen aus Wolhusen, die als schön anzusehende Sherpas mit viel Gepäck unterwegs waren. Statt mit einem Seil waren die Lastenträger mit langen Schals verbunden. Viel Aufwand wurde auch für die Sujetwagen betrieben. Sei es das schlechte Wetter im vergangenen Sommer, das geplante Angy-Burri-Museum in Werthenstein oder der Besitzerwechsel bei Stöckli-Ski. Zu Letzterem wurde gereimt: «D Maze gwönnt ou uf Kaufmann-Ski, de Wächsu cha ned schlimm si.» Thematisiert wurden traditionsgemäss auch die Hobbys von Zunftmeister Walter Röösli. Seine Kollegen von der Männerriege etwa unterstellten dem passionierten Jäger, mit seinem schallenden Lachen schon manches Wild verscheucht zu haben.

Florian Weingartner

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