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WOLHUSEN: Fussballclub hofft auf bessere Finanzlage

Der FC Wolhusen musste am Sonntag eine herbe Niederlage einstecken: Die Bürger lehnten einen neuen Kunstrasen ab. Der klare Entscheid hat den Verein überrascht.
C-Junioren gestern Abend beim Training auf dem Fussballplatz in der Blindei. (Bild: Pius Amrein (Wolhusen, 25. September 2017))

C-Junioren gestern Abend beim Training auf dem Fussballplatz in der Blindei. (Bild: Pius Amrein (Wolhusen, 25. September 2017))

Die Zeichen standen gut, doch dann kam alles anders: Mit 991 zu 657 Stimmen wurde der Sonderkredit für ein neues Kunstrasenspielfeld in der Blindei in Wolhusen in der Höhe von rund 1,8 Millionen Franken klar abgewiesen (Ausgabe von gestern). Ein herber Rückschlag für den FC Wolhusen, der mit seinen 250 Spielern an die Grenzen der In­frastruktur stösst und deshalb bei der Gemeinde vorstellig wurde. «Dass es kein Spaziergang wird, haben wir gedacht. Doch die Deutlichkeit des Neins hat uns überrascht», sagt Jonas Lipp, ­Vizepräsident des FC Wolhusen.

In der Bevölkerung hätte man stets positive Rückmeldungen erhalten. Deshalb sei man leicht optimistisch gewesen. Lipp vermutet, dass das Projekt wegen der Finanzlage der Gemeinde gescheitert ist und dass die Bevölkerung nicht generell etwas gegen einen neuen Fussballplatz hat. Im Vorfeld hatten sich die Controlling-Kommission und die SVP gegen das Projekt ausgesprochen, die Kosten für die Gemeinde wurden als zu hoch erachtet.

Für Peter Bigler (FDP), Gemeindepräsident von Wolhusen, wäre der Betrag jedoch durchaus verkraftbar gewesen, wie er auf Anfrage sagt: «Es ist natürlich viel Geld, aber wir haben das Projekt bereits seit zwei Jahren in unserem Finanzplan integriert.» Bigler bedauert den Entscheid. «Es tut mir leid, dass wir dem Verein keine adäquate Trainingsmöglichkeit bieten können.»

Nun gilt es, vorwärtszuschauen. «Im Moment geht es für uns weiter wie vor der Abstimmung», sagt Vizepräsident Lipp. Die Spieler müssten sich mit den Gegebenheiten arrangieren, einen Plan B gebe es nicht.

Club wartet schon lange auf einen neuen Platz

In Zukunft werde sich das Problem noch verschärfen, sagt Lipp. Der Wunsch nach einem neuen Kunstrasen wird wohl auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen. «Die Pläne sind im Moment auf Eis gelegt. Vielleicht probieren wir es noch einmal, wenn es der Gemeinde finanziell wieder besser geht.» Laut Bigler könnte es in ungefähr fünf Jahren so weit sein, denn die Finanzlage sehe von Jahr zu Jahr stetig etwas vorteilhafter aus. Für die Fussballspieler hat der Entscheid keine weiteren Konsequenzen. Der Club bleibt auch weiterhin bestehen. «Die Auflösung des Vereins war weder vor noch nach der Abstimmung jemals ein Thema», so Lipp.

Bereits 2011 stellte der Fussballverein bei der Gemeinde ein Gesuch für einen neuen Kunstrasen. Aufgrund der finanziellen Lage der Gemeinde wurde dieses jedoch schon damals abgelehnt.

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

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