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Wolhusen: IG kämpft weiter für das Restaurant «Terrasse»

Der Gastrobetrieb beim Spital soll Wohnungen zum Opfer fallen. Dagegen wehrt sich eine Interessengemeinschaft. Jetzt geht auch die Eigentümerin nochmals über die Bücher.
Ernesto Piazza
Das Restaurant Terrasse beim Spital Wolhusen, für dessen Erhalt Unterschriften gesammelt wurden. (Bild: Evelyne Beerkircher, 19. Juli 2018)

Das Restaurant Terrasse beim Spital Wolhusen, für dessen Erhalt Unterschriften gesammelt wurden. (Bild: Evelyne Beerkircher, 19. Juli 2018)

961 Personen machen sich mit ihrer Unterschrift für das Weiterbestehen des Restaurants Terrasse beim Spital Wolhusen stark. Hinter der Sammlung steckt die Interessengemeinschaft Pro Restaurant Terrasse. Der Gastrobetrieb soll bei der Sanierung und dem Umbau des Wohnblocks verschwinden. Anstelle der heutigen 10 Wohnungen sind deren 22 geplant – vor allem in den Segmenten 1½ und 2½-Zimmer.

Die Baubewilligung für das Projekt ist erteilt. So sehen die Pläne des neuen Eigentümers, der in Sursee domizilierten SRI 1 AG, aus (Ausgabe vom 20. Juni). Jetzt hat die Pächterin des Terrasse bei der Verwaltung nochmals einen Vorschlag hinterlassen. Doch dazu später mehr.

Noch grössere Auslastung erwartet

Die Anzahl der gesammelten Unterschriften spreche ganz klar für eine Weiterführung des Restaurants Terrasse, sagt IG-Mitglied Bucher. Der Gastrobetrieb sei für das regionale Einzugsgebiet des heutigen wie auch des künftigen Wolhuser Spitals von grosser Bedeutung. 2022 soll dieser Neubau bezogen werden. Bucher betonte auch die Wichtigkeit des Restaurants mit Blick auf die Zunahme ambulanter vor stationärer Behandlungen und ebenfalls hinsichtlich der Reha-Abteilung in Wolhusen. Er verwies ebenfalls auf ein Gespräch mit der Spitalleitung. Sie habe dieses Gastroangebot für Patienten, Angehörige und Besucher befürwortet – trotz eines Spitalrestaurants. Das IG-Mitglied erwartet zudem aufgrund des Naherholungsgebiets Burg künftig eine noch bessere Auslastung des Restaurants. Weiter war die Schliessung des Tropenhauses auf kommenden Juni für die beiden IG-Mitglieder Hans Bucher und Paul Straumann eine zusätzliche Motivation, sich für ihr Anliegen zu engagieren.

Maria Radi ist die Pächterin des Restaurant Terrasse. Mit einem fünfjährigen Vertrag ausgestattet, betreibt sie den Gastrobetrieb im zweiten Jahr. Davor arbeitete sie während 25 Jahren im Militärgarten in Luzern. Mit der Pacht des Terrasse hatte sie sich auf den Neustart gefreut. Und sie hat auch finanziell in die Gartenwirtschaft investiert.

Besserer Umsatz und Mietzinsanpassung fördern

Die Bühlmann Inkasso+Immobilien AG, Wolhusen, agiert als Verwalter der Liegenschaft. Sie schreibt in einer Mitteilung: «Es war und ist auch jetzt noch nicht das Ziel, das Restaurant Terrasse zu schliessen.» Nach wirtschaftlicher Prüfung des Objekts sei man aber zum Schluss gekommen, dass das Restaurant in dieser Grösse mit dem aktuellen Mietzins nicht rentabel sei. Bezüglich Lösungen wurde mit der Pächterin das Gespräch gesucht. «Bei möglichen Varianten stand auch eine frühzeitige Auflösung des Vertrags im Raum», schreibt die Verwaltung weiter. In erster Linie gehe es darum, die Option «besserer Umsatz» und somit Mietzinsanpassung zu fördern. Mittlerweile ist der Vertrag jedoch per Ende März 2019 gekündigt. Vorgestern hat die Pächterin aber nochmals das Gespräch mit der Verwaltung gesucht und einen Mietzinsvorschlag deponiert. Damit könnte sich der neue Eigentümer durchaus einverstanden erklären. Aktuell klärt die Besitzerin anhand des Angebots die Gegebenheiten ab. Es müssen beispielsweise aktuelle Pläne ausgearbeitet werden. So auch einer zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, insbesondere in Bezug auf die vorgeschriebenen Parkplätze.

Für Pächterin Maria Radi ist klar: Sie möchte das Restaurant Terrasse weiterführen. IG-Mitglied Bucher freut die neuste Entwicklung. Und er könnte sich durchaus vorstellen, bei der Neubeurteilung des Betriebs- sowie eines Marketingkonzeptes mitzuarbeiten.

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