WOLHUSEN: Juso: «Provokative Aktionen sind notwendig»

Am Mittwochvormittag haben die Jungsozialisten des Kantons Luzern für einen Schnappschuss symbolisch das Spital Wolhusen. geschlossen. Die Aktion war vom Spital nicht bewilligt.

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Mitglieder der Juso Luzern vor dem Kantonsspital Wolhusen. (Bild pd)

Mitglieder der Juso Luzern vor dem Kantonsspital Wolhusen. (Bild pd)

Mit Absperrband und einem Transparent mit der Aufschrift «Wegen Spar­mass­nahmen geschlossen» stellten sich 13 Juso-Verterter vor das Spital Wolhusen, wie es in einer Medienmit­teilung heisst. Hintergrund der Aktion ist die Steuergesetzrevision 2011, über die das Luzerner Volk am 27. September abstimmt: «Die Steuern für die Reichen werden immer mehr gesenkt. Gleichzeitig baut man Dienstleistungen ab, von denen alle profitieren. Ob bei den Schulen, bei der Kultur oder eben bei der Gesundheitsversorgung: Wir wehren uns gegen diese Politik.»

«Wir wurden über die Aktion weder angefragt noch informiert und bewilligen grundsätzlich keine politischen Aktionen auf unserem Gelände und in unseren Gebäuden», sagte Othmar Bertolosi-Lehr, Leiter Kommunikation und Marketing beim Luzerner Kantonsspital, auf Anfrage. Man erwäge aber keine Schritte gegen die Partei. David Villiger von der Juso Sursee rechtfertigt das Vorgehen: «Die Befürworter der Revision haben viel Geld für eine grosse Kampagne. Wir müssen mit provokativen Aktionen auf die Gefahren weiterer Steuersenkungen aufmerksam machen.»

scd