WOLHUSEN: Könige, Schnecken und Turner bevölkern Wolhusen

1600 Fasnächtler gestalteten am Sonntag den Umzug der Wolhuser Schneckenzunft. Das Glück war ihnen hold.

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Zwei Könige am sonntäglichen Fasnachtsumzug der Schneckenzunft Wolhusen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Zwei Könige am sonntäglichen Fasnachtsumzug der Schneckenzunft Wolhusen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Lange Gesichter gab es gestern Morgen beim Zunftmeisterpaar Bruno und Edith Duss von der Schneckenzunft Wolhusen, als sie gen Himmel blickten. Dichter Schneefall verhiess nichts Gutes für den Umzug vom Nachmittag, doch zum Glück hatte Frau Holle ein Einsehen und schloss pünktlich zum Umzugsbeginn um 13.30 Uhr die himmlischen Schleusen. Erleichtert war auch das Weibelpaar Gregor und Eveline Kaufmann, die den Zunftmeister bei jeder Witterung zu begleiten hatten. Die 1926 gegründete Schneckenzunft organisierte den Umzug, der mit 60 Nummern und 1600 Mitwirkenden fast alle Grenzen sprengte.

Der singende Wirt
Bei den vielen Wagen wussten vor allem die Entlebucher mit dem singenden Wirt und Zunftmeister Willy Felder sowie die Feuerwehr Wolhusen mit einer Satire auf den Vizekommandanten und Zunftmeister Bruno Duss zu gefallen. Für willkommene Auflockerung zwischen den vielen Wagen sorgten elf Guuggenmusigen, die nach dem Umzug mit einem gewaltigen Monsterkonzert vor dem Schulhaus Rainheim für einen würdigen Abschluss des eindrücklichen Tages sorgten.

Praktisch alle Wolhuser Vereine machten am Fasnachtsumzug mit. Zu erwähnen sind – ohne Garantie auf Vollständigkeit – die Muki-Turner, der Jodlerklub Heimelig, das Kinderheim Weidmatt, die Schule Rainheim und das Wohnheim Wisstanne. Auch die benachbarten Zünfte waren mit ihren Zunftmeistern und zumeist mächtigen Wagen vertreten. 

Anton A. Oetterli