WOLHUSEN: Leckes Silo: 50'000 Liter Gülle fliessen in Bach

In Wolhusen sind Tausende von Litern Gülle ausgelaufen. Der Fischerei­verband hat genug: Er will eine Petition lancieren.

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Der von Jauche verschmutzte Schwarze Bach bei Wolhusen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der von Jauche verschmutzte Schwarze Bach bei Wolhusen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Es ist einer der grössten Gülleunfälle der letzten Monate: 50'000 Liter fliessen aus einem lecken Silo in den Stall, ausserdem auf die Wiese und via Drainage und Meteorleitungen in den Schwarzen Bach.

«Es ist eine aussergewöhnlich grosse Menge Gülle in den Bach geflossen», sagt Philipp Amrein, Fischereiaufseher des Kantons Luzern. Die Jungfische im Schwarzen Bach, ein- bis zweijährige Forellen von einer Länge bis 15 Zentimeter, sind tot. Wie hoch der Sachschaden ist, kann Amrein noch nicht sagen. Der Bach wurde auf 800 Meter Länge verseucht.

Kein neues Güllesilo
Wie es zu den Unfall kommen konnte, ist unklar. «Wir gehen derzeit davon aus, dass der Bauer nicht fahrlässig gehandelt hat», sagt Philipp Amrein. Das Güllesilo sei aber mit Sicherheit nicht neu gewesen. «Falls an der Anlage bauliche Mängel festgestellt werden sollten, müsste der Bauer das schnellstmöglich beheben.»

Franz Häfliger, der Präsident des Fischereiverbandes im Kanton Luzern ist ernüchtert über den neusten Gülleunfall. «Für uns ist das sehr frustrierend», sagt er. «Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir überlegen uns, eine Petition beim Regierungsrat einzureichen.» Darin sollen schärfere Kontrollen für die Güllegruben gefordert werden.

Luzia Mattmann

Mehr zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.