WOLHUSEN: LUKS realisiert Neubau für 110 Millionen Franken

Als Folge eines Regierungsratsbeschlusses 2011 ersetzt das Luzerner Kantonsspital (LUKS) das sanierungsbedürftige Spital in Wolhusen mit einem Neubau. Ziel ist es, weiterhin eine vollumfängliche Gesundheitsversorgung in der Region zu gewährleisten. Der Neubau kann voraussichtlich 2019 in Betrieb genommen werden.

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Das Spital Wolhusen erhält einen kostspieligen Neubau. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Das Spital Wolhusen erhält einen kostspieligen Neubau. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

An der Medienkonferenz (v.l): Dr. med. Beat Villiger (Präsident Spitalrat Luzerner Kantonsspital), Regierungsrat Guido Graf (Vorsteher Gesundheits- und Sozialdepartement), Benno Fuchs (Direktor/CEO Luzerner Kantonsspital) und Dr. med. Richard F. Herzog (Departementsleiter LUKS Wolhusen). (Bild: pd)

An der Medienkonferenz (v.l): Dr. med. Beat Villiger (Präsident Spitalrat Luzerner Kantonsspital), Regierungsrat Guido Graf (Vorsteher Gesundheits- und Sozialdepartement), Benno Fuchs (Direktor/CEO Luzerner Kantonsspital) und Dr. med. Richard F. Herzog (Departementsleiter LUKS Wolhusen). (Bild: pd)

Das Projekt «Neubau LUKS Wolhusen» steht in den Startlöchern. Das LUKS hat im Rahmen der umfassenden Unternehmensstrategie das neue Leistungskonzept für Wolhusen unter den von der Regierung vorgegebenen Rahmenbedingungen definiert. Das neue LUKS Wolhusen mit rund 70'000 Einwohnerinnen und Einwohner im Einzugsgebiet umfasst weiterhin die stationäre Grundversorgung und die ambulante Versorgung der Bevölkerung. Folgende medizinische Leistungen werden angeboten: Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe. Zudem plant die Luzerner Psychiatrie im Neubau ein psychiatrisches Ambulatorium. Die bestehende Akutgeriatrie wird an den Standort Luzern verlegt.

Zusätzliche medizinische Schwerpunkte

Der Neubau soll insgesamt rund 110 Betten enthalten. Modern und modular konzipiert, kann er sich in Zukunft kostengünstig an Veränderungen von medizinischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen. Dr. med. Beat Villiger, Spitalratspräsident LUKS, betont: «Basierend auf den lokalen Bedürfnissen einer integrierten Versorgung bauen wir ein 'genial und radikal' neues Grundversorgerspital in Wolhusen mit zusätzlichen medizinischen Schwerpunkten, um flexibel auf die künftigen Herausforderungen und Entwicklungen reagieren zu können.» Die Kosten für den Neubau werden auf rund 110 Millionen Franken geschätzt.

Gesundheitsdirektor Guido Graf betont die volkswirtschaftliche Bedeutung des LUKS Wolhusen für die Region, weil es unter anderem wichtige Arbeits- und Ausbildungsplätze schafft. Er unterstreicht aber auch seinen grossen Stellenwert als Dreh- und Angelpunkt in der regionalen Versorgung: «Das LUKS Wolhusen bietet nicht nur sehr gute stationäre und ambulante Dienstleistungen an, es arbeitet auch exzellent mit externen ambulanten Leistungserbringern zusammen, so insbesondere mit den Hausärztinnen und Hausärzten sowie mit der Spitex. Die Region hat klar Vorbildcharakter, wenn es darum geht, integrierte Versorgung zu leben. Das LUKS Wolhusen ist dabei ein wichtiges Glied in der Versorgungskette.»

Der Regierungsrat hatte die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Spitalstandorts Wolhusen im Dezember 2011 in einem Beschluss festgelegt. Dieser Beschluss ist anschliessend in das standortübergreifende Gesamtkonzept des LUKS eingeflossen.

pd/shä