Wolhusen
Nach Unwetter: Sporthalle soll für knapp 8 Millionen Franken saniert werden

Das Hagelgewitter vom 28. Juni hinterliess an der Sporthalle in Wolhusen grosse Schäden. Am 13. Februar stimmt die Bevölkerung über die Sanierung ab.

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Rund 7,93 Millionen Franken kostet die Wiederinstandstellung und Sanierung der Sporthalle Berghof in Wolhusen. Über einen Sonderkredit dieser Höhe können die Wolhuserinnen und Wolhuser am 13. Februar an der Urne befinden.

Die Sporthalle Berghof in Wolhusen.

Die Sporthalle Berghof in Wolhusen.

Bild: PD (21. Dezember 2021)

Die Sanierung ist notwendig, weil das starke Hagelgewitter vom 28. Juli massive Schäden an der Sporthalle Berghof hinterlassen hat. Das Bauprojekt sieht vor, dass die Halle in den Ursprungszustand zurückversetzt wird, wie der Gemeinderat in einer ausführlichen Mitteilung schreibt: «Der Gemeinderat hält an seiner Strategie fest, dass die Sporthalle Berghof keine Mehrzweckhalle sein soll. Die Halle dient weiterhin primär dem Schulsport und sekundär dem Vereinssport.» Für kulturelle Vereine stehe der Saal im «Rössli ess-kultur» zur Verfügung.

Folgende Arbeiten sind geplant:

  • Die gesamte Gebäudehülle, Dach und Wände werden nach heutigen wärmetechnischen Anforderungen instand gesetzt.
  • Es werden Vorinvestitionen vorgenommen, um zu einem späteren Zeitpunkt eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach montieren zu können. Die Anlage selber ist nicht Bestandteil des Projekts.
  • Die Statik und Erdbebensicherheit der Halle wird an heutige Normen angepasst.
  • Die technischen Installationen wie Lüftung, Heizung und Elektro sowie das Notfall- und Brandschutzkonzept werden den heutigen Normen angepasst.
  • Die Schnitzelgrube im Gymnastikraum wird entfernt. Als Ersatz werden hochleistungsfähige Matten angeschafft.

Von den Gesamtkosten für die Sanierung trägt die Gemeinde Wolhusen mit 3,82 Millionen Franken etwas weniger als die Hälfte der Sanierungskosten. Den Rest übernehmen unter andern die Gebäudeversicherung des Kantons Luzern (GVL) und die Sachversicherung.

Der Betrag von 3,385 Millionen Franken, den die GVL bezahlt, beinhaltet gemäss Gemeinderat einerseits die Übername der Kosten für die Räumung und den Abbruch sowie für die Erstellung des Notdaches. Diese Kosten werden auf 800'000 Franken geschätzt. Andererseits leistet die GVL einen Pauschalbeitrag von 2,585 Millionen Franken an die Wiederinstandsetzung des Gebäudes. «Dieser Beitrag entspricht dem Betrag, der nötig wäre, um die Sporthalle Berghof in den Zustand vor dem verheerenden Hagelgewitter zurückzuversetzen», schreibt der Gemeinderat. Dass der GVL-Beitrag nicht höher ausfalle, sei vor allem darin begründet, dass zusätzliche Investitionen erforderlich seien, damit die inzwischen geänderten, verschärften rechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Dazu gehören laut Gemeinderat beispielsweise die Normen in Bezug auf die Erdbebensicherheit oder der Notfall- und Brandschutz.

574'000 Franken erhält die Gemeinde Wolhusen von der Sachversicherung. Weitere Beiträge im Umfang von insgesamt 151'000 Franken werden aus dem Sonderbeitrag für energetische Sanierungen bei Totalschaden, dem Gebäudeprogramm und von Swisslos-Sportfonds erwartet.

Neubau wurde geprüft – deutlich teurer

Gemäss Gemeinderat wurde auch ein Neubau der Sporthalle Berghof geprüft. «Vergleiche mit anderen Objekten zeigten jedoch, dass ein Neubau deutlich teurer wäre», schreibt der Gemeinderat. Grobkostenschätzungen würden von einem Betrag von 10 bis 11 Millionen Franken ausgehen. Dazu kämen höhere Ausgaben für zusätzliche Planungen und den längeren Betrieb der Provisorien.

Zuzüglich zum Sonderkredit beantragt der Gemeinderat den Stimmberechtigten einen Nachtragskredit zum Budget 2022 von 6,3 Millionen Franken. Dieser Betrag deckt die im Rahmen des Sonderkredits zu tätigenden Investitionen im Rechnungsjahr 2022 ab. «Der Nachtragskredit ist nötig, da im Budget 2022 kein Investitionskredit für die Sanierung der Sporthalle enthalten ist.» Der Gemeinderat hofft, dass die sanierte Halle bis Mitte 2023 bezugsbereit ist. (sb)

Hinweis: Im Vorfeld zur Urnenabstimmung findet am Montag, 24. Januar, eine Orientierungsversammlung dazu statt. Es gilt Zertifikatspflicht. Vorbehalten bleiben Änderungen der Covid-Bestimmungen von Bund und Kanton.