WOLHUSEN: Regierung prüft Neubau des Wolhuser Spitals

Der Regierungsrat lässt neben der bereits vorliegenden Sanierungsvariante auch weitere für das Kantonsspital Wolhusen prüfen. Insbesondere sollen zusätzlich die Grundlagen für einen Neubau erarbeitet werden.

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Der Luzerner Regierungsrat prüft neben der Sanierung auch einen Neubau des Luzerner Kantonsspitals in Wolhusen. (Archivbild Nadia Schärli/Neue LZ)

Der Luzerner Regierungsrat prüft neben der Sanierung auch einen Neubau des Luzerner Kantonsspitals in Wolhusen. (Archivbild Nadia Schärli/Neue LZ)

Im Herbst 2007 hatte der Regierungsrat ein Projekt zur Sanierung des Luzerner Kantonsspitals Wolhusen in Auftrag gegeben. Wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Luzern heisst, liegt dieser Bericht nun vor. Er basiere auf dem bisherigen Angebot. Die Kosten belaufen sich gemäss diesem Bericht in einer ersten groben Kostenschätzung auf rund 92 Millionen Franken.

Kanton müsste 10 Millionen zusätzlich bezahlen
Inzwischen habe der Spitalrat im Zusammenhang mit der ab 2012 geltenden neuen Spitalfinanzierung überprüft, ob der Betrieb in Wolhusen kostendeckend geführt werden könne und wie hoch allenfalls der Fehlbetrag wäre, schreibt die Staatskanzlei weiter.

Da ab 2012 zum vornherein festgelegte Pauschalen pro Diagnose vergütet werden, ist der Spitalrat zum Schluss gekommen, dass die neuen Leistungs-Pauschalen nicht ausreichen werden, um die Aufwendungen im Kantonsspital Wolhusen zu decken. Der Kanton Luzern hätte einen jährlichen Zusatzbeitrag von rund 10 Millionen Franken zu leisten.

Zudem müsse aufgrund der gestiegenen Anforderungen der Kantonalen Energieverordnung damit gerechnet werden, dass die Sanierung der bestehenden Gebäude inzwischen wesentlich mehr kosten würde als die jetzt geschätzten 92 Millionen Franken.

Neubau prüfen und den Standort Wolhusen sichern
Eine Neubauvariante könne die kostengünstigere Lösung sein, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Regierungsrat erachte es deshalb als seine Pflicht, für den Standort Wolhusen auch eine Neubauvariante mit medizinischer Grundversorgung (inklusive Gynäkologie und anderen Teilbereichen) prüfen zu lassen.

Der Neubau soll flexibel vorgeplant werden, dass Änderungen baulicher Art einfach vorgenommen werden können. Dieses Konzept garantiere der Bevölkerung des Einzugsgebietes auch weiterhin eine gute medizinische Versorgung, heisst es. Der Spitalstandort Wolhusen sei zudem langfristig sichergestellt, heisst es.

ana