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WOLHUSEN: Reisanbau im Tropenhaus: «Wenn wir 100 Kilo Reis schaffen, wäre das schon viel»

Das Tropenhaus Wolhusen lockt mit einer neuen Attraktion: Im Gewächshaus werden den Besuchern seit Mittwoch die einzigen Reisterrassen der Schweiz präsentiert. Von der themenbezogenen Ausstellung versprechen sich die Verantwortlichen mehr als von der Ernte.
Auf drei übereinander liegenden Reis-Terrassen wird das Grundnahrungsmittel in verschiedenen Wachstumsstadien gezeigt. Die ersten Samen wurden im November 2017 gesät. (Bild: PD)

Auf drei übereinander liegenden Reis-Terrassen wird das Grundnahrungsmittel in verschiedenen Wachstumsstadien gezeigt. Die ersten Samen wurden im November 2017 gesät. (Bild: PD)

Im Tropenhaus Wolhusen wurden am Mittwoch die ersten Reisterrassen der Schweiz eröffnet. Sie sind Teil einer Ausstellung, welche die Probleme beim Reisanbau thematisiert. Verantwortlich für die Ausstellung ist Andi Rieser.

Andi Rieser, geht das Tropenhaus Wolhusen unter die Reisbauern?

Nein, so weit würde ich nicht gehen. Aber wir möchten das Thema Reis und die damit einhergehenden Probleme mit der neusten Ausstellung ansprechen. Am spektakulärsten geht das halt mit eigenen Reisfeldern. Unsere drei Terrassen sind etwa 60 Quadratmeter gross.

Welche Probleme sind dies?

Heute ist Reis das Grundnahrungsmittel für 50 Prozent der Weltbevölkerung. Der Bedarf steigt. Es ist das zweitwichtigste Nahrungsmittel nach Weizen.

Dies klingt noch nicht nach einem grossen Problem ...

Man muss das in ein Verhältnis setzen: Der Reisanbau beansprucht 40 Prozent des globalen Bewässerungswassers, weil an den meisten Orten die Reisfelder noch geflutet werden. Bei ausbleibenden Niederschlägen muss zur Bewässerung Grundwasser gepumpt werden. Ausserdem ist der Reisanbau für 11 Prozent der globalen Methanemissionen verantwortlich. Dadurch, dass die Felder geflutet werden, entsteht ein sauerstoffarmes Milieu. Die Biomasse verfault, und das setzt Methangas frei.

Und wie kann die Ausstellung dem entgegentreten?

Wir wollen den Fokus auf alternative Anbaumethoden setzen, denn es gibt auch nachhaltigere und ergiebigere Arten, Reis anzubauen. Zum Beispiel hier im Tropenhaus. Wir benutzen die sogenannte «Alternate Wetting Drying»-Methode. Das abwechslungsreiche Fluten und Trockenlegen des Reisfeldes reduziert den Wasserbedarf und die Methanbildung. Auch die Bewirtschaftung ist weniger arbeitsintensiv.

Das ist schön und gut, aber der Reisanbau hat in der Schweiz nun nicht wirklich Tradition, oder?

Tradition wohl nicht. Aber auch im Tessin, im Maggiadelta bei Ascona und Locarno, wird Reis angebaut. Auch in der Po-Ebene in Italien wird seit 500 Jahren Reis angebaut. Wir sind momentan in der glücklichen Situation, dass wir noch keinen Wassermangel haben. Aber auch hier kann das einmal zum Problem werden.

Zurück zum Reis im Tropenhaus. Wird man diesen mal essen können?

Die Ernte ist das Ziel und der Wunsch, aber ob das gelingt, ist noch offen. In asiatischen Ländern braucht der Reis bis zur Ernte vier bis sechs Monate. Bei uns in Wolhusen werden es deutlich mehr sein, weil die Pflanzen nicht genug Licht erhalten. Wir wissen auch nicht, wie viel Reis wir einmal ernten können. Wenn wir 100 Kilo schaffen, wäre das schon viel.

Und was passiert danach mit dem Reis? Gibt’s ein Festessen für das Tropenhaus?

(Lacht.) Das werden wir sehen. Das ist noch nicht bestimmt, aber es ist gut möglich, dass alles in der Küche landet.(mod)

Im Tropenhaus Wolhusen wurde am Mittwoch die einzigen Reisterrassen der Schweiz eröffnet. Die dazugehörige Ausstellung vermittelt auf einem Erlebnisweg viel Spannendes über den Anbau des Grundnahrungsmittels. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Wolhusen, 21. März 2018))

Im Tropenhaus Wolhusen wurde am Mittwoch die einzigen Reisterrassen der Schweiz eröffnet. Die dazugehörige Ausstellung vermittelt auf einem Erlebnisweg viel Spannendes über den Anbau des Grundnahrungsmittels. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Wolhusen, 21. März 2018))

Auf drei übereinander liegenden Reis-Terrassen wird das Grundnahrungsmittel in verschiedenen Wachstumsstadien gezeigt. Die ersten Samen wurden im November 2017 gesät. (Bild: PD)

Auf drei übereinander liegenden Reis-Terrassen wird das Grundnahrungsmittel in verschiedenen Wachstumsstadien gezeigt. Die ersten Samen wurden im November 2017 gesät. (Bild: PD)

Im Tropenhaus Wolhusen wurde am Mittwoch die einzigen Reisterrassen der Schweiz eröffnet. Die dazugehörige Ausstellung vermittelt auf einem Erlebnisweg viel Spannendes über den Anbau des Grundnahrungsmittels. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Wolhusen, 21. März 2018))

Im Tropenhaus Wolhusen wurde am Mittwoch die einzigen Reisterrassen der Schweiz eröffnet. Die dazugehörige Ausstellung vermittelt auf einem Erlebnisweg viel Spannendes über den Anbau des Grundnahrungsmittels. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Wolhusen, 21. März 2018))

Im Tropenhaus Wolhusen wurde am Mittwoch die einzigen Reisterrassen der Schweiz eröffnet. Die dazugehörige Ausstellung vermittelt auf einem Erlebnisweg viel Spannendes über den Anbau des Grundnahrungsmittels. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Wolhusen, 21. März 2018))

Im Tropenhaus Wolhusen wurde am Mittwoch die einzigen Reisterrassen der Schweiz eröffnet. Die dazugehörige Ausstellung vermittelt auf einem Erlebnisweg viel Spannendes über den Anbau des Grundnahrungsmittels. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Wolhusen, 21. März 2018))

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