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WOLHUSEN: Umzug in Wolhusen: Einfach «heinzigartig»

Mächtige Zunftsymbole prägen den Umzug, gar allgegenwärtig ist das Konterfei von Heinz I. Nur beim Orangenwerfen wird er vermisst.
Stephan Santschi
Ein wahres Supertalent: Zunftmeister Heinz I. inmitten des Tennis Clubs Wolhusen. (Bilder: Nadia Schäril (Wolhusen, 26. Februar 2017))

Ein wahres Supertalent: Zunftmeister Heinz I. inmitten des Tennis Clubs Wolhusen. (Bilder: Nadia Schäril (Wolhusen, 26. Februar 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Das Zunftsymbol – es ist der Stolz jeder Fasnachtsvereinigung. Am Sonntag, am Umzug in Wolhusen, konnten gleich mehrere davon in Übergrösse bestaunt werden. Der Sperber des Fasnachtsvereins aus Menzberg. Der weltweit grösste, bespielbare Kontrabass der Gigezunft von Doppleschwand, mit dem man gar einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde hält. Die neugierig ihren Kopf hin und her schwenkende Schnecke der einheimischen Schneckenzunft. Oder der Bär der Bärezunft aus Romoos. Welches war das Eindrücklichste? Lassen wir das noch offen.

Nicht in Übergrösse, dafür omnipräsent war das Konterfei von Heinz Bieri alias Heinz I., dem aktuellen Zunftmeister der Wolhuser. Marathonläufer, Napf­biker, ewiger Torschützenkönig am Chlausturnier des Fussballklubs, defensivstarker Tennisspieler, Motorradfahrer, Finanzjongleur, langjähriger Freund von DJ Bobo und Handorgelspieler – ein richtiges Supertalent muss er sein, der mächtigste Fasnächtler von Wolhusen.

Gleich reihenweise waren sie ihm gewidmet, die Sujets auf den Umzugswagen, die sich vom Marktplatz zum Kreisel (natürlich mit Stau) und weiter die Menznauerstrasse hinauf bewegten. «Wenn es ihn nicht gäbe, man müsste ihn glatt erfinden», parlierte der Speaker auf der Terrasse droben. Wahrlich «heinzigartig» war es also, das närrische Treiben am Tor zum Entlebuch. Und doch wurde Heinz I. auch vermisst und zwar auf dem Orangenwagen. Keiner schleudert die Früchte nämlich mit mehr Wucht und Reichweite den Fenstern der umliegenden Häuser entgegen.

Neben der Ehrerweisung für den Zunftmeister hatte der alle zwei Jahre stattfindende Umzug noch weitaus mehr zu bieten. Die lüpfigen Rhythmen der zwölf Guuggenmusigen etwa. Die Kreativität der Doppleschwander, die einen jungen Mann mittels Biogasexplosion immer wieder vom Plumpsklo katapultierten. Oder die ohrenbetäubenden Sanierungsarbeiten der Chläuslizunft an der Werthensteiner Kirchmauer. Bleibt nur noch eine Frage offen: Welches Zunftsymbol war nun das Mächtigste? Keines, diese Auszeichnung gebührt heuer dem lebensgrossen Mammut der Fasnachtsgruppe Getomapi aus Nottwil.

Umzug in Kürze

Anzahl Nummern: 62
Anzahl Zuschauer: 6500
Stimmung: explosiv
Dauer: 2 Stunden 15 Minuten
Highlight: Supertalent Heinz I.

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